Schwerpunktkontrolle: Anzeigenflut für Paketzusteller im Raum Innsbruck

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Etliche Verstöße bei Tiroler Zustellern festgestellt.
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Innsbruck – Die Finanzpolizei kontrollierte am Donnerstag im Rahmen einer Schwerpunktkontrolle die Subfirmen eines Paketdienstleisters im Raum Innsbruck.

60.000 Euro an Strafen und Forderungspfändungen sind jetzt nur die erste Bilanz, weitere Strafen aufgrund diverser Verstöße sind die Folge.

„Steuer- und Abgabenbetrug geht immer zulasten der redlichen Unternehmen sowie der ehrlichen Steuerzahler. Dieser Schwerpunkteinsatz zeigt einmal mehr, dass die Finanzpolizei entschlossen dagegen vorgeht“, kommentierte noch gestern Finanzminister Gernot Blümel.

In Zusammenarbeit mit der Polizei startete die Finanzpolizei um 6 Uhr Früh die Schwerpunktaktion beim Paketverteilzentrum. 24 Frächter mit 13 inländischen und 57 ausländischen Personen wurden kontrolliert. Auch die Betriebsstätte einer Transportfirma sowie ein von ihr angemietetes Wohnhaus wurden untersucht, dabei zahlreiche Delikte aufgedeckt.

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So stellte man bei sechs Betrieben zehn ASVG-Übertretungen fest: 8000 Euro an Strafen.

Zudem wurden bei sechs Betrieben Forderungspfändungen beim Auftraggeber in Höhe von knapp 50.000 Euro gestellt. Ein Unternehmer legte eine Aufenthaltskarte vor, die für keine Erwerbstätigkeit gültig war – somit übte er seine Tätigkeit illegal aus. Dafür interessiert sich jetzt das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl. Besonders eklatant fiel das Fehlverhalten der Paketfahrer beim zu führenden Lenkprotokoll aus. In 90 Prozent aller Fälle existierte kein Protokoll. Anzeigen an das Arbeitsinspektorat sind die Folge. (fell)


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