Frau in Innsbruck mutmaßlich vergewaltigt: Mann sprang neun Meter von Balkon

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Von Thomas Hörmann

Innsbruck – Der Innsbrucker hatte offenbar Glück im Unglück. Der Mann überlebte in der Nacht zum Dienstag einen Sprung vom Balkon im dritten Stock eines Wohnhauses im Stadtteil Wilten. Er konnte sogar ohne Hilfe aufstehen und sich ins Rettungsauto setzen. In der Klinik musste der schwerverletzte 27-Jährige dennoch notoperiert werden. Lebensgefahr bestand nach dem freien Fall aus neun Metern Höhe allerdings nicht.

Für die Vorgeschichte des Sprungs interessieren sich jetzt aber die Ermittler des Landeskriminalamtes, denn schon bei der Aufnahme durch die Beamten der Funkstreife waren Hinweise aufgetaucht, dass dem Sprung ein Beziehungsstreit mit massiver Gewalt vorausgegangen sein könnte. Ein Verdacht, der im Lauf des Dienstags im Zuge der Einvernahmen bestätigt werden konnte.

"Wie die Ermittlungen ergaben, hat der Mann seine Lebensgefährtin gegen ein Uhr gefährlich bedroht und dann ein Messer aus der Küche geholt", schildert Polizei-Sprecher Christian Viehweider. Die ebenfalls 27 Jahre alte Frau habe zunächst aus der Wohnung flüchten können. "Allerdings gelang es dem Beschuldigten, das Opfer zurück in Wohnung zu holen." Dort sei sie dann gewürgt worden. "Außerdem dürfte es zu einer Vergewaltigung gekommen sein", beschreibt Viehweider das Ermittlungsergebnis. Der Mann sei unter Alkohol- und Drogeneinfluss gestanden.

Kurios: Der Boiler wurde für die Frau zum Retter, denn der Mann erschrak wegen des Geräuschs, mit dem sich das Gerät einschaltete. In der Folge flüchtete er auf den Balkon. "Die Frau nützte die Gelegenheit und sperrte ihn aus", so Viehweider. Der Sprung war die Folge.


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