Eigene Oma verletzt: 6000 Euro Strafe für 36-Jährigen in Tirol

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Ein junger Brite wurde aus Langeweile zum Sprayer.
© APA

Eine 81-Jährige wartete dieser Tage zusammen mit ihrem Enkel am Landesgericht auf einen Prozess wegen gefährlicher Drohung und Körperverletzung. Die Großmutter als Zeugin, der Enkel als Angeklagter. Die eigene Oma schlagen – wer macht denn so was? Die vor Richterin Sabine Krainer vorgetragene Geschichte war jedoch vielschichtiger. So versicherte der 36-Jährige, dass er seiner Oma niemals etwas zu Leide tun würde. „Oma ist Oma, die war immer für uns da!“ Gleichzeitig sei diese aufgrund zahlreicher Leiden seit Jahren etwas übellaunig – vor allem, „wenn Opa wieder aus dem Gasthaus kommt“. Letzten August habe der Enkel dann seinen Opa schon auf der Straße vernommen, kurzfristig beschlossen, sein „Date zu verschieben“ und den Rentner sicher nach Hause zu bringen. Dort sei dann aber die Großmutter auf den Betrunkenen gestoßen („Die sein wie Hund und Katz!“) und sofort handgreiflich geworden. Der Enkel ging dazwischen und packte wiederum die Großmutter am Arm – im Tumult wohl viel zu fest. Durch den Druck kam die 81-Jährige nämlich zu Sturz und zog sich am Arm blutende Druckverletzungen zu. Letztlich eine verschuldete Körperverletzung an der Oma. Obwohl der Strafrahmen gerade ein Jahr Haft betrug, fiel die Strafe für den Koch wegen Vorstrafen geschmalzen aus. Der 36-Jährige: „6000 Euro sind viel Geld, Frau Rat!“

Außerhalb der Hochsaison war es einem jungen Briten in einem Skiort einfach zu öde geworden. Zerstreuung sah der 24-Jährige dann nicht etwa in Bier-, sondern in Spraydosen. Ein eigenes Logo sollte dann im Sommer in zwei Unterländer Gemeinden Verbreitung finden. Schaden an Sitzbänken, Blumentrögen und Schildern: knapp 11.000 Euro. Nach einer Diversion am Landesgericht ist nun mit 60 Stunden an gemeinnützigen Leistungen für Kurzweil gesorgt. (fell)

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