Ein Klassiker, der nichts von seinem Reiz eingebüßt hat

VC Tirol vs. TI-volley: Morgen (20 Uhr, Landessportcenter) wartet das 57. Volleyball-Derby. Selten waren die Voraussetzungen so ausgeglichen.

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Lotte Groninger und der VC Tirol laden morgen im Landessportcenter (20 Uhr) zum Tiroler Volleyball-Derby.
© Böhm

Von Daniel Suckert

Innsbruck – Acht Liga-Spiele sind absolviert: Sechs Siege, zwei Niederlagen und 18 Punkte – sowohl der VC Tirol (3. Tabellen-Platz) als auch die TI-wellwasser-volley (4.) haben diese Statistik aktuell zu Buche stehen. Beide Teams haben ihre letzten zwei Liga-Partien klar für sich entscheiden können. Nicht nur deshalb ist viel Pfeffer vor dem 57. Aufeinandertreffen der beiden Tiroler Clubs drinnen.

Kollektives Atmen: Fragt man bei der VCT-Obfrau Therese Achammer nach, dann muss die „Grande Dame“ des Volleyballsports nicht lange überlegen, warum ihre Truppe am Donnerstagabend jubelnd im Landessportcenter stehen wird: „Wir sind einfach besser und wenn wir unser Momentum mitnehmen können, dann kann nichts schiefgehen.“

Achammers Selbstbewusstsein kommt nicht von irgendwoher. Die Obfrau sieht heuer eine besonders starke Einheit auf dem glänzenden Parkett stehen: „Unsere Legionärinnen haben eine hohe Qualität und ziehen alle anderen mit. Das merkt man bei jeder Trainingseinheit. Ich beschreibe es so: Das Team atmet gleich.“

Und wenn sie in die unteren Nachwuchsreihen blickt, „sehe ich zwei bis drei Nachwuchsspielerinnen, die das Talent für die erste Mannschaft schon mitbringen“. Der Sprung nach oben ist allerdings auch eine zeitintensive Angelegenheit: „Den Jungen muss bewusst sein, dass man dann nicht mehr nur zwei- bis dreimal in der Woche trainiert. Wenn die Eltern aber generell die Schule über das Volleyball reihen, wird es schwer. Ich bin absolut überzeugt, es geht immer beides.“

Starke Bank: Junge Talente, die den Weg nach oben schaffen wollen – da kennt sich auch TI-Obmann Michael Falkner gut aus, der das als TI-Philosophie ansieht. Ebenso ist der „Much“ ein wandelndes Lexikon, wenn es um die Statistiken rund um das Derby geht: „Es wird das 57. Tiroler Derby – wir haben 32-mal, der VCT 24-mal gewonnen.“

Die Statistik spricht also für seine Mannschaft. Und warum sieht er seine Volleyball-Damen sonst noch im Vorteil gegenüber dem VC Tirol? Falkner: „Wir haben sie heuer schon im Cup (3:1, Anm.) geschlagen – das gibt uns Selbstvertrauen. Und unsere Bank ist qualitativ stärker. Wenn bei uns gewechselt wird, kommt adäquater Ersatz aufs Feld.“


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