Tief „Peter" bringt über Nacht viel Regen und Schnee bis in die Täler

Wer am Donnerstag aufwacht, könnte sein „weißes Wunder" erleben. Schon Mittwochabend wird es in ganz Tirol sehr nass, auf den Starkregen folgt intensiver Schneefall. Bis auf 800 Meter herab wird es weiß. Die Asfinag mahnt Autofahrer daher, nicht ohne Winterausrüstung unterwegs zu sein. Zum Wochenende hin beruhigt sich die Lage allmählich wieder.

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Auch der Rangger Köpfl wurde vom Wetterregisseur bereits „eingewintert".
© zeitungsfoto.at/Liebl Daniel

Innsbruck – Der November ist erst drei Tage alt, hat uns aber bereits allerhand Niederschlag beschert. Nach Regen-und Schneefällen am Allerheiligentag – die etwa auf der Brennerautobahn (A13) für Chaos sorgten – gab es am Dienstag eine kurze Verschnaufpause. Bereits am Mittwoch nimmt aber schon die nächste Kaltfront Kurs auf Tirol: Tief „Peter" hat nicht nur Starkregen, sondern auch reichlich Schnee im Gepäck. Es wird bis auf 800 Meter herab weiß, in Seefeld etwa werden bis zu zehn Zentimeter Neuschnee erwartet. Auf den Bergen geht deutlich mehr – bis zu einem halben Meter sind hier möglich.

Die Asfinag hat aufgrund der Schneewarnung ihren Winterdienst frühzeitig aktiviert und appelliert an Autofahrer, an die Winterreifenpflicht zu denken.

Kalte Nacht mit viel Niederschlag

Schon am Mittwochnachmittag weht der teils ordentliche Wind vereinzelt Schauer bis ins mittlere Inntal. Bis zum Abend hin wird es dann in ganz Tirol richtig nass, allen voran in Osttirol. Laut der Unwetterzentrale Ubimet kann es in Oberkärnten auch zu lokalen Überflutungen und Hangrutschen kommen.

Mit dem anhaltenden Starkregen über Nacht sinkt die Schneefallgrenze dann vom Außerfern immer öfter auf 800 Meter, stellenweise auch noch tiefer. Am meisten Neuschnee bekommt voraussichtlich die Brenner-Wipptal-Region bis ins hintere Zillertal nach Gerlos. In Osttirol liegt die Schneefallgrenze recht unterschiedlich zwischen 1000 und 1600 Metern.

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Richtig winterlich wird es jedenfalls ab rund 1000 Metern, sodass auf höheren Passstraßen durchaus mit 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee zu rechnen ist. Auf den Bergen kommt erneut bis zu ein halber Meter Neuschnee zusammen.

Besserung ab Freitag

Der Donnerstag beginnt dann teils recht winterlich, vereinzelt kann es noch schneien. Bis zu Mittag hin verzieht sich Tief „Peter" dann nordostwärts in Richtung Polen. Nachmittags gibt es in Nordtirol nur noch sporadisch ein paar Schauer und langsam blitzt auch die Sonne wieder durch die Wolkendecke. In Osttirol hingegen bleibt es vielerorts noch bis in die Abendstunden hin nass.

Pünktlich zum Wochenende schneit dann die Sonne wieder herein – es wird trocken und freundlicher, aber ziemlich frisch und frostig. Eine sich verstärkende Hochdruckbrücke zwischen den Azoren und Osteuropa sorgt voraussichtlich bis Sonntagabend für ruhiges Herbstwetter.

Asfinag erinnert an Winterausrüstung

Aufgrund der aktuellen Wetterprognosen appelliert die Asfinag an Autofahrer, nur mit entsprechender Winterausrüstung und vorsichtig unterwegs zu sein. Allen voran die höher gelegenen Streckenabschnitte, wie die A13 oder die Arlberg Schnellstraße (S16) sind von den Schneefällen betroffen. Bereits am Mittwochabend ist der Winterdienst einsatzbereit. (TT.com)


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