Finale für „Lebensretteraktion“: Die letzten Stecher-Bilder werden versteigert

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Peter Jungmann (Gedächtnisverein), Caritas-Direktorin Elisabeth Rathgeb und Nachlassverwalter Paul Ladurner präsentierten die Bilder.
© Reichle

Innsbruck – „Bischof Reinhold Stecher war immer fassungslos, was seine Bilder eingebracht haben. Er hat einmal gesagt: Ich bin doch kein Künstler, es ist ein Wahnsinn, was die Leute zahlen“, erinnert sich Caritas-Direktorin Elisabeth Rathgeb.

Vor 15 Jahren startete die Benefizaktion „Wasser zum Leben“ – 1,2 Millionen Euro haben die Bilder des 2013 verstorbenen Altbischofs, die dabei unter den Hammer kamen, eingebracht. Sie haben Hunderttausenden Menschen eine Perspektive gegeben, erklärte gestern der Obmann des Bischof-Stecher-Gedächtnisvereins, Peter Jungmann. Er sprach von „Hoffnungsbildern“, die Leuten eine Freude machen und gleichzeitig etwas Gutes bewirken.

Dass die Initiative, die 2006 erstmals stattfand, so eine Erfolgsgeschichte wird, hat wohl niemand gehofft. Heuer findet sie in ihrer bisherigen Form ihren Abschluss. „Inzwischen ist das Lager leer“, erklärt Jungmann. Die wohl letzten 23 Bilder (eins wurde gestern vom Verein beigetragen) werden am 24. November versteigert – ein Finale, zu dem es finanziell noch einmal „grascheln“ soll, wie er betont. Im Schnitt hat ein Stecher-Bild bisher 3000 Euro eingebracht. Die Rekordsumme von 150.000 Euro brachte die Auktion 2011 ein.

Bei der Präsentation der diesjährigen Bilder sprach Alt-Caritas-Direktor Georg Schärmer von einer „Lebensrettungsaktion“. „Die Wasserfarben wurden hier zur Lebensgrundlage für viele.“ Zum Malen gebracht hat Stecher sein heutiger Nachlassverwalter Paul Ladurner, der ihm damals seinen Aquarellmalkasten gebracht hatte, wie er sich gestern erinnerte. Heute ist auch er fassungslos und sprachlos angesichts des Erfolgs. Heuer fließt der Erlös der Versteigerung am 24.11. ebenfalls zu 100 Prozent in Brunnenbauprojekte der Caritas in Mali/Westafrika sowie die Arbeit der Behinderteneinrichtung Arche Tirol und die Don Bosco Schwestern. Bis dahin sind die Bilder in der Hypo Tirol in der Innsbrucker Meraner Straße zu sehen. (mr)


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