Landesrätin Gabi Fischer bei „Tirol Live“: „Wünsche mir eine grüne Spitzenkandidatin"

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Naturgemäß diskutierten Moderatorin Anita Heubacher (links) und Landesrätin Gabriele Fischer ausführlich über Schwarz-Grün.
© Falk

Die grüne Soziallandesrätin Gabriele Fischer (Grüne) wünscht sich für die spätestens Anfang 2023 stattfindende Landtagswahl wieder eine Frau an der Spitze. Das sagt Fischer bei „Tirol Live“. Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe hat bekanntlich noch nicht entschieden, ob sie neuerlich kandidieren wird. Auf die Frage, ob sich Fischer selbst an der Spitze der Wahlbewegung sieht, meint sie: „Über die Spitzenkandidatin wird die grüne Basis mit Mehrheitsvotum entscheiden – und das ist gut so. Aber ich verhehle nicht, dass ich mir erneut eine Frau als Spitzenkandidatin wünsche.“ Sie wolle sich jedenfalls wieder der Wahl stellen.

📽️ Video | Gabriele Fischer in „Tirol Live“

Was das Dauerthema Asylwerber und Beschäftigung betrifft, bezeichnet die Soziallandesrätin die Möglichkeit zu arbeiten als wichtigen Schritt für die Integration. „Und das sollte vom ersten Tag an möglich sein.“ Von der Volkspartei würde sie sich deshalb einen anderen Zugang erhoffen. Die Politik bestehe jedoch aus Kompromissen, die Haltung der Grünen sei in dieser Frage allerdings klar, macht Fischer deutlich. Prognosen über die Zukunft von Türkis-Grün auf Bundesebene will sie jedoch keine abgeben, ihre Partei bezeichnet sie derzeit als stabilisierenden Faktor. „In Tirol gibt es jedenfalls eine gute und intakte Zusammenarbeit mit der ÖVP.“


Eine Lawine hat gestern Liste-Fritz-Mandatar Markus Sint losgetreten. Er spricht sich für die Mehrfachnutzung von Supermärkten und dazugehörenden Parkplätzen für leistbares Wohnen aus. „Bei Neuwidmungen von Handelsbetrieben, Supermärkten und den dazugehörigen Parkplätzen ist bereits vorgeschrieben, dass eine Mehrfachnutzung von Grund und Boden sicherzustellen ist. Wir als Liste Fritz sehen zusätzliches Potenzial bei bereits bestehenden Betrieben und haben einen entsprechenden Antrag im Landtag eingebracht. In einem ersten Schritt soll das Land Tirol den Ist-Zustand erheben“, betont Sint. Nicht jeder Supermarkt werde sich für eine Überbauung und Mehrfachnutzung eignen.

Die Liste Fritz hält auch an ihrer Idee einer Einhausung der Autobahn in Innsbruck-West fest, um darüber (Studenten-)Wohnungen zu errichten. „Der Kreativität sind bei der Mehrfachnutzung keine Grenzen gesetzt, im Mittelpunkt soll jedenfalls der Nutzen für die Standortgemeinde, die Bevölkerung und auch für die Eigentümer der Grundflächen stehen. Grüne und ÖVP unterstützen den Vorstoß der Oppositionspartei bei den Supermärkten. „Um die Altlasten, die fast jeder Gemeinden an den Ortsrändern anzufinden sind, ebenfalls anzugehen, wurde im heutigen Landtagsausschuss beschlossen, dass auch bestehende Supermärkte bestmöglich mehrfach genutzt werden“, betont der grüne Klubchef Gebi Mair.

Wenn über bestehenden Supermärkten auch leistbarer Wohnraum geschaffen werde, ist das für den VP-Raumordnungssprecher und Bürgermeister von Breitenbach, Alois Margreiter, ebenfalls zu begrüßen. (pn)


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