Moderner Fünfkampf nach Olympia 2024 ohne Reiten

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Bei den Olympischen Spielen in Tokio hatten die Deutsche Annika Schleu und ihre Trainerin für großes Aufsehen und Kritik gesorgt.
© Yohei Osada via www.imago-images.de

Berlin – Der Moderne Fünfkampf soll nach den Olympischen Spielen 2024 in Paris ohne Reiten stattfinden. Das hat der Weltverband UIPM am Donnerstag beschlossen, eine Ersatzdisziplin wurde noch nicht bestimmt. Der Verband zog mit der Reform die Konsequenzen aus den Vorfällen bei den Olympischen Spielen in Tokio. Dort hatten die Deutsche Annika Schleu und ihre Trainerin für großes Aufsehen und Kritik gesorgt.

Die damals führende Schleu war mit einem ihr zugelosten und völlig verunsicherten Pferd nicht zurechtgekommen, hatte verzweifelt Gerte und Sporen eingesetzt. Deutschlands Trainerin Raisner hatte das Pferd mit der Faust geschlagen und gefordert: "Hau mal richtig drauf!"

Suche nach Ersatz für das Reiten

Der Weltverband (UIPM) hat nach eigenen Angaben nun ein Verfahren eingeleitet, um einen geeigneten Ersatz für das Reiten zu finden. Der Verband schrieb von einem "historische Schritt", nachdem der Vorstand die Entscheidung gebilligt habe. Zuletzt war kolportiert worden, dass Radsport das Reiten ersetzen soll.

Bei Olympia 2024 in Paris wird zwar ein im Vergleich zu Tokio verändertes Format genutzt, Reiten gehört aber noch dazu. Die Änderungen "werden rechtzeitig für die Olympischen Sommerspiele in Los Angeles 2028 umgesetzt", hieß es. Zu den Disziplinen im Modernen Fünfkampf zählen bisher neben dem Reiten auch Fechten und Schwimmen sowie ein kombinierter Wettkampf aus Laufen und Schießen mit einer Laserpistole. (APA/dpa)


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