Es bleibt kaum Zeit, innezuhalten: Haie müssen auswärts in Villach ran

Auf die Innsbrucker Haie wartet heute ein ganz schweres Auswärtsspiel in Villach. Die Gedanken sind auch beim verstorbenen Boris Sadecky.

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Gelingt in Villach für HCI-Cheftrainer Mitch O'Keefeder und Co. der siebte Streich?
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Von Alex Gruber

Innsbruck – Nach dem tragischen Ableben von Bratislava-Crack Boris Sadecky (24) am Mittwoch fährt die ICE Hockey League heute mit sieben Partien bereits wieder volles Programm. Dabei hätte es vielleicht zumindest am heutigen Abend eine Atempause vertragen. Haie-Coach Mitch O’Keefe war vor der Fahrt nach Villach nachdenklich: „Die menschliche Seite ist doch das Wichtigste und viel wichtiger als der Sport.“ Die Slowaken sind heute in Laibach engagiert, beim Gedanken daran wird O’Keefe eng in der Brust: „Ich will mir gar nicht vorstellen, wie wir uns fühlen würden, wenn wir einen Kollegen verloren hätten.“ Vor allen Partien gibt es heute eine Gedenkminute, alle Cracks tragen an diesem Wochenende Sadeckys Nummer 10 auf den Helmen.

Zurück zum Tagesgeschäft, das die Haie nach sechs Siegen in Serie bei Villachs Adlern aufs Eis führt. „Das wird ein sehr schweres Auswärtsspiel, bei dem wir uns nicht viele Fehler leisten dürfen. Wir müssen sehr konzentriert und sehr detailliert arbeiten“, betont der HCI-Headcoach, der mit Antonin Boruta und Daniel Jakubitzka (beide verletzt) zwei Verteidiger vorgeben muss. Weil auch Eigengewächs David Lupinski krank ist, dürfte Lukas Bär heute wieder vom Angriff zurück in die Abwehr rücken. Ein Job, den der Luggi aus der Vorsaison bereits kennt.

Das Line-up der VSV-Adler liest sich auch in der Breite stark. Und unter den Top-vier-Verteidigern scheint mit Philipp Lindner ein Ex-Hai auf, der nach zwei Jahren in Graz nach Kärnten übersiedelt ist. „Ich bin in Villach mit offenen Armen empfangen worden. Wir haben eine sehr gute Mannschaft, haben das zu Saisonbeginn aber nur teilweise gezeigt und müssen konstanter werden“, führt der 26-Jährige vor dem Treffen mit seinem Innsbrucker Ex-Club aus. In Villach sei es für ihn „Zeit für den nächsten Schritt“. Die HCI-Ergebnisse sind Lindner nicht entgangen: „Wer Topteams schlägt und aktuell Dritter ist, muss gefährlich sein.“


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