Euphoriewelle riss bei der Rotflut: Wacker unterliegt St. Pölten 1:2

Nach einem 1:2 gegen St. Pölten und der ersten Niederlage unter Interimscoach Masaki Morass liegt der FC Wacker Innsbruck wieder zehn Punkte hinter Tabellenführer Austria Lustenau. Rot für Ronivaldo und Tekir.

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Schoss mit dem zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich sein siebtes Tor in den letzten vier Spielen – Torjäger Ronivaldo wird dem FC Wacker aber vorerst fehlen, weil er nach einer hitzigen Partie noch „Rot“ sah.
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Von Alex Gruber

Innsbruck – Nach zuvor drei Siegen in Serie standen am Ende im Tivoli nach einem packenden und hochemotionalen Zweitliga-Schlager eine bittere Niederlage und gleich zwei Rote Karten, die zusätzlich schmerzen. Aber der Reihe nach:

Der FC Wacker wollte seinen (Markt-)Wert im Spitzenspiel gegen St. Pölten eigentlich am und abseits des Rasen weiter steigern. Auch mit einer wirtschaftlichen Aktion: Mit dem Slogan „Los, ab auf die Brust“ wirbt der FC Wacker in neuen Dressen um finanzielle Mittel. 30 Lose um 1000 Euro, die jedem Käufer in jedem Fall eine LED-Bande, Tickets und Weiteres bringen, gingen bis Freitag über den Ladentisch. Der Gewinner wird im neuen Jahr Anfang Februar per Losentscheid ermittelt.

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Aber zurück auf den brennenden Rasen, wo von Beginn an und zunächst rein sportlicher Natur „Alarmstufe Rot“ herrschte. Bei einer ersten Hereingabe von Marco Holz kam Torjäger Ronivaldo nicht mehr entscheidend an den Ball (4.). Nach 20 Minuten und einer Bilderbuchaktion über Holz und Okan Aydin brachte der Brasilianer das Leder auch nicht über die Linie (20.). In die Kategorie „sehenswert“ fiel auch noch ein Seitfallzieher von Aydin nach Ronivaldo-Flanke (28.). Oft ließen die Schwarzgrünen mit schnellem Umschaltspiel gute Möglichkeiten aus, weil der letzte Pass zu ungenau war oder man im letzten Drittel die falsche Entscheidung traf. Die Gäste untermauerten mit vielen Ex-Bundesliga-Kickern durchaus Spielstärke. Bis auf einen Flachschuss von Thomas Salamon, den FCW-Goalie Marco Knaller stark parierte (35.), mussten die Fans auf der Nordtribüne aber kaum zittern. Die erste Topchance in Durchgang zwei gehörte den Gästen, Knaller rettete gegen Llanez (47.) Fünf Minuten später stand es aber dann doch 0:1 (52.), weil George Davies Wacker-Verteidiger Alexander Joppich einen Rempler gab und der dadurch ins eigene Tor traf. Tirols Schiedsrichter Walter Altmann, der im hektischen Finish zum Hauptdarsteller wurde, zeigte auf den Anstoßpunkt.

Die Hausherren fanden rasch eine Antwort: Nach Aydin-Ecke köpfelte Ronivaldo zum 1:1 (61.) ein. Das Pendel schlug dann aber wieder in die Gegenrichtung aus. Dank zweier Joker und nach Vorarbeit von Kovacevic kam St. Pölten durch Edeljoker Deni Alar zum 1:2 (74.). Und Rami Tekir schwächte Wacker im Finish mit einer Tätlichkeit. Die Partie eskalierte: Nach dem Ausschluss für St. Pölten-Coach Helm sah Ronivaldo (Spuckattacke?) nach dem Match noch Rot. Die Morass-Serie riss: „Wir hatten unsere Chancen und müssen weiterarbeiten. Ich verstehe, dass am Ende große Emotionen im Spiel waren.“

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