30-Jähriger muss nach Unfall auf der Brennerautobahn Strafe zahlen

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Im morgendlichen Berufsverkehr war im Juli ein 30-Jähriger auf der Brennerautobahn durch riskante Fahrweise aufgefallen. Über die Europabrücke ging es wegen diverser Überholvorgänge über drei Spuren. „Ich dachte, der fährt wie ein Irrer!“, beschrieb dies gestern eine Zeugin am Landesgericht. Sie sollte in einer Karambolage schon bald wieder auf den Klein-Lkw treffen: „Da hat es ja ausgeschaut wie am Schlachtfeld!“, schüttelte Richterin Helga Moser den Kopf und bedauerte, dass wegen so einer sinnlosen Raserei drei Personen verletzt werden mussten. Ins Gewissen musste sie dem 30-jährigen Türken ohnehin nicht mehr reden: „Ich bin ohne Anwalt da, weil ich schuldig bin, Frau Rat!“

Daran gab es auch keinen Zweifel: Hat der 30-Jährige doch keinen Führerschein und hat den Transporter unbefugt in Betrieb genommen. Grob fahrlässige Körperverletzung für die Staatsanwaltschaft. Zur Hälfte bedingte 2400 Euro Geldstrafe ergingen, dazu wurden zwei Unfallopfern 5000 Euro zugesprochen. Dazu kommt aber noch der übrige Regress.


Wegen gefährlicher Drohung gegenüber seiner Lebensgefährtin, deren Familie und Freundin musste sich gestern am Landesgericht ein Lkw-Fahrer verantworten. Granatenwürfe in den Garten der Schwiegermutter oder das angedrohte Aufschneiden von Pulsadern waren für den 35-Jährigen letztlich nur Gerede, „in das sich viel zu viele Leute eingemischt“ hätten: „Da müsste ich ja jeden Tag fünfzigmal Anzeige erstatten!“ Obwohl sich die Lebensgefährtin als Zeugin schützend vor den Angeklagten stellte, stand für das Gericht fest, dass der Mann Furcht verbreiten wollte. Für zur Hälfte bedingte 960 Euro Geldstrafe gab es Raten. (fell)

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