Fünfte Metaller-Verhandlungsrunde brachte leichte Annäherung

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Chefverhandler Rainer Wimmer (l./PRO-GE).
© FRANZ NEUMAYR

Wien – Die fünfte Verhandlungsrunde zum Kollektivvertrag (V) der Metalltechnischen Industrie in Eugendorf im Bundesland Salzburg scheint eine leichte Annäherung gebracht zu haben. Die Arbeitgeberseite sprach Samstagabend von einer guten Basis bei den Schichtzuschlägen und den Lehrlingen. Die Arbeitnehmerseite meinte zur APA, dass es nun um die konkreten Zahlen ginge – alles sei möglich. "Wir sind noch lange nicht durch", hieß es.

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Üblicherweise wird in Wien in der Wirtschaftskammer verhandelt, zu dem Feilschen reisen auch mehrere dutzend Betriebsräte aus ganz Österreich an. Heute haben sich die Sozialpartner kurz nach Mittag in einer Gaststätte in der Nähe des Wallersee in Eugendorf eingefunden. Am frühen Abend gab es eine Stärkung für die Nachtschicht, die wohl länger dauern wird.

Verhandelt wird der Kollektivvertrag (KV) für 1. November 2021 bis Novemberbeginn 2022 für rund 1.200 Betriebe, sie befinden sich im überwiegenden Maße im Familienbesitz und sind exportorientiert. Zur Metallindustrie zählt auch die Kfz-Zulieferbranche, die in Österreich einer der zentralen Industriezweige ist (z. B. Magna in Graz, das BMW-Werk in Steyr, Opel in Wien-Aspern oder ZKW sowie AVL List).

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Zuletzt hatten die Arbeitnehmer ein Plus von 4,5 Prozent auf Löhne und Gehälter plus einen Zuwachs bei den Zulagen gefordert. Die Arbeitgeber hatten 2,75 Prozent geboten, mit den ebenfalls angebotenem Plus bei der Lehrlingsentschädigung und den Schichtzulagen liegen sie bei 3,2 Prozent, so ihre Rechnung. Zur Orientierung: Die Inflationsrate betrug zuletzt 3,2 Prozent, die für die Verhandlungen übliche Ein-Jahres-Inflationsrate (rückwirkend) lag bei 1,89 Prozent. Der Mindestlohn in der Metallindustrie beträgt 2.000 Euro brutto. (APA)


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