Unmut bei Zug-Reisenden von Innsbruck nach Wien

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Innsbruck – Vier Stunden und 13 Minuten sollte eine Fahrt mit dem Zug von Innsbruck nach Wien im Idealfall dauern, am Tag vor Allerheiligen – ein Sonntag – waren es für die Abfahrtszeit 10.17 Uhr teils viele Stunden mehr. Wegen Arbeiten auf der deutschen Korridorstrecke zwischen Innsbruck und Salzburg war ein Schienenersatzverkehr im Einsatz, doch bei der Einstiegstelle standen viel mehr Menschen als einberechnet. Die beiden bereitstehenden Busse waren schnell voll, für die vielen anderen Wartenden mussten erst weitere Busse organisiert werden, was rund 40 Minuten dauerte. Der Unmut darüber war groß. Diese Fahrgäste verpassten ihren Zug in Salzburg und erreichten ihren Zielort mit großer Verspätung.

Laut ÖBB-Sprecher Christoph Gasser-Mair war ein Kommunikationsproblem bzw. Missverständnis dafür verantwortlich, er verweist auf eine entsprechende Durchsage: „Der Zugchef hat vor Einfahrt des Zuges in Innsbruck darauf hingewiesen, dass es einen Schienenersatzverkehr ab Innsbruck und ab Kufstein gibt. Das dürfte bei Fahrgästen zu dem Missverständnis geführt haben, dass die Ersatzbusse nur ab Innsbruck verkehren. Das tut uns leid!“ Tatsächlich seien ab Innsbruck zwei und ab Kufstein drei Busse bestellt worden.

Wer aufgrund einer Verspätung seine Fahrgastrechte geltend machen will, kann das direkt am Ticketschalter, postalisch oder online machen. Bei einer Verspätung ab einer Stunde gibt es mindestens 25 % des Fahrpreises zurück, ab zwei Stunden die Hälfte. Achtung: Wurde ein Ticket online gebucht, aber per Abholcode am Ticketautomaten oder -schalter abgeholt, ist zwingend das Originalticket notwendig (Sicherheitspapier). Tickets also unbedingt aufbehalten! (ms)

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