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Mord an Südtiroler Ehepaar: „Es geschah in wenigen Minuten“

Im Jänner verschwindet ein Südtiroler Ehepaar. Zwei Monate später räumt der gemeinsame Sohn ein, Vater und Mutter ermordet und die Leichen in die Etsch geworfen zu haben. Bald steht er vor Gericht.

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Im Februar dieses Jahres wurde die Leiche einer 68-Jährigen in der Etsch entdeckt. Sie wies Würgemale auf. Der Körper ihres Mannes (63) wurde erst im April aus dem Wasser geborgen.
© Dolomiten

Von Benedikt Mair

Bozen, Innsbruck – Sein Gemütszustand pendle von Augenblicken tiefer Traurigkeit hin zu Bruchstücken eines normalen Lebens mit seinen Mitinsassen. „Im Gefängnis geht es mir überhaupt nicht gut“, sagt Benno N. in einem bereits vor einiger Zeit geführten Gespräch mit der italienischen Nachrichtenagentur Adnkronos. „Ich bin verzweifelt.“ Seit Monaten sitzt der junge Mann in Südtirol hinter Gittern. Er wird verdächtigt, seine Eltern Anfang Jänner dieses Jahres getötet und ihre Leichen in die Etsch geworfen zu haben. Die Tat hat der 30-Jährige bereits gestanden, am 19. November muss er in Bozen vor Gericht erscheinen.


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