Diskussion um B100: „Straßenbau bringt für Lienz den Kollaps“

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Sillian – Der Sillianer Bürgermeister Hermann Mitteregger wünscht sich den Bau einer großen Ortsumfahrung „Süd-Hoch“ der B100 Drautalbundesstraße bei Sillian. Entlang der Gebirgshänge im Süden müsste dazu eine völlig neue Verkehrsroute in das bewaldete Gebiet geschlagen werden, diese sollte zugleich auch die beiden Hochpustertaler Gemeinden Strassen und Heinfels vom Durchzugsverkehr befreien, lautet die Hoffnung.

„Neue Straßen bringen keine Entlastung, sondern noch mehr Verkehr“, warnt dagegen Helmut Beham, Verkehrssprecher von Fridays For Future Osttirol und Obfrau-Stellvertreter des Vereines Osttirol Natur (ON). Würden die geplanten großen Umfahrungen für die B100 in Sillian und Greifenburg tatsächlich gebaut, wälze sich folglich der gesamte Mehrverkehr auf dieser Schnellstraße auch in Lienz durch die Stadt. „Der österreichische Rechnungshof veröffentlichte Zahlen, wonach ab dem Jahr 2030 jährlich EU-Strafzahlungen von neun Milliarden Euro wegen Nichteinhaltung der Klimaziele anfallen werden“, mahnt Beham.

Die Bürgerinitiativen gegen des Ausbau der B100 in Oberkärnten, Süd- und Osttirol verlangen ein sofortiges Fahrverbot für Transit-Schwerverkehr. (bcp)

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