Drei Millionen Euro investiert: Rechen-Aufgabe für IKB-Klärwerk

Weil vieles im Kanal landet, was dort nicht hingehört, braucht die Innsbrucker Kläranlage in der Roßau leistungsstarke Rechen als Filter. 3 Mio. Euro haben die IKB in die Modernisierung der Anlage investiert.

  • Artikel
  • Diskussion
BM Georg Willi liest aus dem Buch „Die Reise des Wassers“. Den IKB-Chefs Helmuth Müller (r.) und Thomas Pühringer (l.) gefällt’s.
© Daum

Innsbruck – Zigaretten, Feuchttücher und Windeln gehören nicht in die Toilette. Dennoch landen diese und viele weitere Gegenstände Tag für Tag im Innsbrucker Kanalsystem und können dort großen Schaden anrichten. Um das zu vermeiden, hat die Kläranlage in der Roßau schon seit den späten 1960ern sechs Rechen installiert, die solche Stoffe aus dem Wasser filtern und einen störungsfreien Reinigungsprozess für das städtische Abwasser garantieren. Der gefilterte Müll wird im Anschluss ausgepresst, um so viel Wasser wie möglich herauszuholen, und abschließend in einer Müllverbrennungsanlage entsorgt.

Nach über 50 Jahren haben die alten Rechen nun ausgedient, die Innsbrucker Kommunalbetriebe investierten 2,6 Millionen Euro in sechs neue. Zudem wurden um 400.000 Euro neue Turboverdichter angeschafft, die Sauerstoff ins Klärwasser pressen und dadurch den Reinigungsprozess durch Bakterien im Wasser verbessern. So wird der Klärprozess deutlich energieeffizienter, die IKB sparen dadurch 550.000 Kilowattstunden pro Jahr ein. Das entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von insgesamt 160 Haushalten.

„Die Kläranlage ist nicht unbedingt der Ort für einen Urlaub“, räumt IKB-Vorstandsvorsitzender Helmuth Müller ein. „Sie ist aber ein wichtiger Teil für das Leben und Funktionieren der Stadt.“ Die IKB investieren laufend in die Kläranlagen, um sie auf dem neuesten Stand zu halten.

Der für den Bereich Abwasser zuständige IKB-Vorstand Thomas Pühringer unterstreicht die Bedeutung der Rechen für die Klärarbeiten: „Die Rechen sind der wichtige erste Schritt beim Klären des Abwassers. Sie filtern den Abfall heraus, der sonst unser Werk verstopfen würde.“

150 x Jahres-Vignette 2022 zu gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

Auch Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi begrüßt die Modernisierung der Kläranlage: „Die Innsbruckerinnen und Innsbrucker können auch weiterhin darauf vertrauen, dass das Wasser gut gereinigt zurück in den Inn gelangt.“ Die Reise des Innsbrucker Wassers ist damit zu Ende. (mac)


Kommentieren


Schlagworte