Schwarzarbeit beim Skiweltcup-Auftakt in Sölden: Strafen gegen Security

Finanz deckte beim Skiweltcup-Auftakt in Sölden Schwarzarbeit bei Security-Firmen auf.

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Erneut wurde die Finanzpolizei beim Skiweltcup in Sölden fündig.
© Böhm

Sölden – Schwarzarbeit, falsche Security-Firmen, Verstoß gegen die Ausländerbeschäftigung: Bei einer Razzia der Finanzpolizei sind am Skiweltcup-Wochenende in Sölden zahlreiche Security-Unternehmen aufgeflogen, wie die Finanzpolizei gestern bekannt gab. Gefilzt wurden insgesamt neun Sicherheitsunternehmen und 84 Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer. Die Bilanz: Zwei Unternehmen hatten gar keine Bewilligung für das Sicherheitsgewerbe. Insgesamt 13 Personen wurden nicht ordnungsgemäß zur Sozialversicherung angemeldet. Zwei dieser Personen waren Asylwerber im aufrechten Verfahren und verfügten zudem über keine aufrechten Beschäftigungsbewilligungen. Eine weitere Person bezog Arbeitslosengeld.

Entsprechend hagelte es Anzeigen nach der Gewerbeordnung, dem ASVG, dem Ausländer-Beschäftigungsgesetz und dem Arbeitslosen-Versicherungsgesetz. Zudem wurde eine Anzeige wegen Sozialleistungsbetrugs an die Task-Force Sozialleistungsbetrug erstattet. In Summe müssen die Verantwortlichen mit Strafen in Höhe von ca. 20.000 Euro rechnen, erklärte die Finanzpolizei.

Bereits im Jahr 2014 hatte der Skiweltcup-Auftakt in Sölden nach einer Razzia der Finanzpolizei für Schlagzeilen gesorgt. Damals flogen 92 Fälle von Schwarzarbeit auf. Konkret hatte der Skiclub Sölden als durchführender Verein des Skiweltcups im Rahmen des Events 92 Personen nicht bei der Gebietskrankenkasse angemeldet: Ordner, Shuttle-Fahrer, Kartenverkäufer, Pistenarbeiter, Mitarbeiter im Pressebüro, im Rennbüro, im Reinigungsdienst oder in der Akkreditierungsstelle. Insgesamt muss der Skiclub Sölden damals rund 37.000 Euro Verwaltungsstrafe zahlen. (mas)

📽️ Video | Strafe für Sicherheitsfirmen in Sölden:

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