Zum Abschuss freigegebener Wolf riss sechs weitere Schafe

Wolf 118MATK ist verantwortlich für sechs tote Schafe auf einer eingezäunten Weide in Pfaffenhofen. WWF und Ökobüro haben Beschwerde gegen den Abschussbescheid erhoben. Im Wipptal wurde indes ein Goldschakal nachgewiesen.

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Pfaffenhofen – Der bereits zum Abschuss freigegebene Wolf 118MATK ist für weitere gerissene Schafe verantwortlich. Eine Genotypisierung ergab, dass das Tier sechs Schafe auf einem Elektronetz eingezäunten Weide in Pfaffenhofen getötet hat, teilte das Land am Dienstag mit. In Summe hat 118MATK nunmehr nachweislich 59 Schafe getötet und zwei weitere Tiere verletzt.

„Mit dem Nachweis in Pfaffenhofen ist einmal mehr bestätigt, dass der Wolf eine unmittelbare Gefahr für Weidetiere nicht nur auf den Almen, sondern auch im Siedlungsgebiet darstellt“, meinte LHStv Josef Geisler (ÖVP). Umso unverständlicher ist für Geisler, der den Abschussbescheid unterzeichnet hat, die Haltung des WWF.

Die Naturschutzorganisation und die Allianz Ökobüro haben gegen den bestehenden Ausnahmebescheid – wie auch schon in Salzburg und Kärnten – Beschwerde eingelegt. Der Einspruch hat laut Land keine aufschiebende Wirkung, die Abschussgenehmigung gilt demnach weiterhin. Über die Beschwerde und den Ausschluss der aufschiebenden Wirkung entscheidet nunmehr das Landesverwaltungsgericht

Goldschakal im Wipptal

Indes wurde bei einer gerissenen Ziege vom 22. Oktober in Ellbögen und einem gerissenen Schaf am 28. Oktober in Steinach am Brenner jeweils ein Goldschakal genetisch nachgewiesen. Ein Goldschakal wurde im August und im September auch in Assling in Osttirol genetisch bestätigt. Von einer Wildkamera fotografiert wurde ein Goldschakal im Mai dieses Jahres in Söll. (TT.com)

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