ÖFB-Torhüter-Diskussion: „Kein Grund, eine Baustelle aufzumachen“

Keine sportlichen Gründe für sein Reservistendasein beim FC Watford – aus ÖFB-Teamtorhüter Bachmann spricht (zu) großes Selbstvertrauen.

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ÖFB-Keeper Daniel Bachmann (l./mit Goalietrainer Almer) stieg auch verbal in den Ring.
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Klagenfurt – Daniel Bachmann hat feine Antennen, deshalb hat der ÖFB-Schlussmann auch registriert, dass sich der Wind seit der EM auch für ihn gedreht hat. Der Verlust des Stammplatzes bei Watford, dazu die ein oder andere Unsicherheit mit dem Ball am Fuß im Teamdress, haben dafür gesorgt, dass sein Status als Nummer eins alles andere als in Stein gemeißelt scheint. Zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung. Und so rückte der Niederösterreicher aus, um gegenüber der österreichischen Presseagentur klare Worte zu finden: „Ich glaube nicht, dass es irgendeinen Grund gibt, eine Diskussion zu starten oder sich eine Baustelle aufzumachen.“ Es sei nicht so, dass „ich sechs Monate nicht gespielt habe. Der Spielrhythmus ist sicher kein Problem.“

Acht Wochen sind es inzwischen, in denen der 27-Jährige sein Dasein auf der Ersatzbank fristet. Auch Neo-Trainer Claudio Ranieri gibt Routinier Ben Foster den Vorzug. Laut Bachmann nicht aus sportlichen Gründen: „Meine Situation ist temporär.“ Im Hintergrund gebe es Dinge, die geklärt werden müssten. Was auch immer das heißt ... „Es ist eine frustrierende Situation. Als Spieler ist es immer schwierig, wenn man nicht spielt. Wenn es aus nicht-sportlichen Gründen ist, macht es das noch schwerer.“

Dass Watford gestern den nigerianischen Teamtorwart Maduka Okoye für die kommende Saison verpflichtete, lässt allerdings an Bachmanns Ausführungen zweifeln. Doch die Wahrheit liegt zwischen den Pfosten – und dort wird sich der Keeper wohl schon am Freitag wieder positionieren. Denn die Alternativen sind eigentlich keine. (t.w.)


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