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Mitterlehner zur ÖVP-Affäre: „Das lass‘ ich mir nicht gefallen“

Der frühere ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner wollte zur Inseratenaffäre schweigen. Doch er lasse seinen Namen nicht mehr länger missbrauchen.

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Der frühere ÖVP-Vizekanzler und Parteiobmann will nicht länger schweigen, wenn von der türkisen ÖVP sein Name missbraucht wird.
© APA

Von Michael Sprenger

Wien – Das Bekanntwerden der ÖVP-Affäre, die letzten Endes zum Rücktritt von Sebastian Kurz als Kanzler führte und die Kanzlerpartei in eine tiefe Krise stürzte, sorgte für zahlreiche Interviewanfragen. Er lehnte sie allesamt ab. Doch nun reicht es Reinhold Mitterlehner. „Ich wollte zu all den unglaublichen Vorgängen nichts mehr sagen. Doch die jüngsten untauglichen Entlastungsversuche kann ich nicht mehr schweigend hinnehmen. Ich habe es satt, dass mein Name von Kurz und seinen Anwälten in den Mund genommen und verwendet wird, um mich als Entlastungszeuge zu missbrauchen“, sagte der frühere ÖVP-Parteiobmann und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner der Tiroler Tageszeitung.

Das Fass zum Überlaufen brachten die Aussagen von Anwalt Norbert Weiss namens seiner Mandantin Sophie Karmasin gegenüber dem Kurier und dann vor allem die Replik darauf von ÖVP-Klubvize August Wöginger. Die frühere ÖVP-Ministerin Karmasin ist eine der Beschuldigten in der ÖVP-Affäre rund um Kurz.


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