Alois Rainer in „Tirol Live“: „Das Schnitzel wird bald teurer werden“

Gastro-Sprecher Alois Rainer erklärt bei „Tirol Live“, warum die Preise im Wirtshaus steigen werden.

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2G hätte Umsatzeinbußen von bis zu 50 Prozent gebracht, sagt Gastro-Sprecher Alois Rainer im „Tirol Live“-Studio.
© Falk

Innsbruck – Fachkräftemangel, Inflation, gestiegene Lebensmittelpreise und Corona-Auflagen, das alles führe dazu, dass die Preise im Wirtshaus steigen müssten. Diese Rechnung stellte Branchenvertreter Alois Rainer bei „Tirol Live“, dem Fernsehformat der Tiroler Tageszeitung, gestern auf. Mit einer empfindlichen Preissteigerung ist laut Rainer, selbst Hotelier und Wirt im Zillertal, vermutlich innerhalb des nächsten halben Jahres zu rechnen. Einer Reduktion der Arbeitstage auf eine Viertagewoche kann Rainer wenig abgewinnen. „Wir haben bereits jetzt zu wenig Personal, mit einer Viertagewoche bräuchte es noch mehr Mitarbeiter. Und woher sollten die kommen?“

📽️ Video | Alois Rainer in „Tirol Live“

Die Gastronomie hat im Laufe der Pandemie vieles mitgemacht. Vom Lockdown bis jetzt zu den 2G-Regelungen. Proteststimmung ortet Rainer noch keine. Dass nur noch Geimpfte und Genesene ins Gasthaus gehen dürfen, dort aber von einem Getesteten bedient werden können, sei vielleicht nicht logisch, aber absolut notwendig. „Die 3-G-Regelung am Arbeitsplatz muss bleiben, sonst bricht das System zusammen.“ Man müsse froh sein, Mitarbeiter zu bekommen. Wenn diese sich nicht impfen ließen, sei das schwer zu ändern. Daher brauche es genügend Testkapazitäten.

Mit einem Lockdown rechnet Rainer nicht. Er hofft, dass die jetzigen Maßnahmen ausreichen. Man nehme die 2G-Regelung in Kauf, um einen Lockdown zu verhindern. Wünschenswert wäre aus der Sicht des Gastro-Sprechers, wenn Impfstoffe wie Sputnik von Österreich rasch anerkannt würden. 60 Prozent der Tourismus-Mitarbeiter kommen aus dem Ausland, viele von ihnen aus dem Osten oder vom Balkan, wo Sputnik verimpft wurde. Die Impfraten in den Herkunftsländern sind auch durchwegs geringer als jene in Österreich.

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Die Einführung der 2G-Regelung am Montag habe einigen Betrieben drastische Umsatzrückgänge von bis zu 50 Prozent beschert. Schlimm für die Branche sei auch, dass etliche Weihnachtsfeiern abgesagt würden. (aheu)


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