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Tiroler LKA ermittelt nach kuriosem Anzeigenschwund

Im Stadtmagistrat wurden seit 2015 für zahlreiche Polizei-Anzeigen keine Strafbescheide ausgestellt. Ab 2020 seien vor allem Covid-Anzeigen ohne Sanktionen geblieben, heißt es.

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Seit 2020 waren es vor allem von der Polizei erstattete Covid-Anzeigen, für die im Magistrat keine Strafbescheide ausgestellt wurden.
© zeitungsfoto.at

Von Thomas Hörmann

Innsbruck – Der kuriose Schwund von fast 900 Anzeigen im Innsbrucker Stadtmagistrat ist jetzt auch ein Fall für die Staatsanwaltschaft und die Polizei. Nach der Selbstanzeige, die im Juli eingebracht wurde, „führen wir jetzt ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs“, bestätigt Hansjörg Mayr, Sprecher der Innsbrucker Staatsanwaltschaft. Das Landeskriminalamt sei mit den Ermittlungen betraut worden.

Wie bereits von der TT berichtet, waren es Beamte der Polizeiinspektion Pradl, die den Systemfehler im Frühling entdeckt und Alarm geschlagen haben. Die Polizisten wollten eine Ergänzung zu einer bereits erstatteten Anzeige nachreichen. Dabei stellte sich heraus, dass diese Ergänzung im Innsbrucker Stadtmagistrat keinem Strafakt zugeordnet werden konnte.


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