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Lärm am Hof: Tiroler Bauern kritisieren Gockel-Urteil

Ein rechtskräftiger Entscheid über Hof-Lärm regt auf. Tirols Landwirtschaftskammer-Präsident will für einen besseren gesetzlichen Schutz des Sinnes-Erbes eintreten.

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Dürfen Hähne am Land krähen? Über das sensorische Erbe des ländlichen Raumes gibt es immer wieder hitzige Diskussionen.
© Symbolfoto: dpa

Von Benedikt Mair

Innsbruck – Weil Gockel ab vier Uhr früh krähten und Hunde daraufhin bellten, weil bis spät in die Nacht Bagger und Traktoren über den Hof donnerten, wurde ein Tiroler Bauer von einem entnervten Nachbarn geklagt. Und Letzterer hat, wie die unlängst berichtete, nun auch in zweiter Instanz Recht bekommen. Teile des Urteils stoßen bei den heimischen Landwirten allerdings auf Kritik. Weil sie laut Ansicht von Interessenvertretern mit notwendigen Abläufen in den Betrieben kollidieren.

„Die in der Entscheidung vorkommenden Zeiten haben Signalwirkung“, sagt Hans Gföller, Leiter der Rechtsabteilung in der Tiroler Landwirtschaftskammer (LK). Und könnten auf künftige vor Gericht ausgetragene Streitigkeiten ausstrahlen. Gföller meint damit einen Passus, der festlegt, dass Anrainer von Bauernhöfen eine Nachtruhe zusteht. Und zwar von 22 Uhr am Abend bis sechs Uhr in der Früh.


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