Fünf Prozent Lohnplus für Lkw-Fahrer

Für rund 50.000 Lkw-Fahrer in Österreich gibt es einen neuen Kollektivvertrag. Der Handel startete gestern die dritte Verhandlungsrunde.

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Die Sozialpartner einigten sich auch auf KV-Abschluss für 2023 und 2024. Auf die jeweilige Jahresinflation werden 0,5 % aufgeschlagen.
© Waldhaeusl

Wien – Der Fachkräftemangel in der Transportbranche lässt die Löhne für die rund 50.000 Lkw-Fahrer in Österreich kräftig steigen. Die KV-Löhne im Güterbeförderungsgewerbe werden ab 1. Jänner 2022 um 4,96 % erhöht, teilten die WKÖ und die Gewerkschaft vida in einer gemeinsamen Aussendung am Donnerstag mit. Auch für 2023 und 2024 gibt es eine Einigung. In beiden Jahren soll es eine KV-Erhöhung geben, bei der auf die jeweilige Jahresinflation 0,5 Prozent aufgeschlagen werden.

Der Lkw-Fahrer-Mangel beschäftigt die Logistikbranche schon seit Längerem, die Corona-Pandemie hat die Lage noch einmal verschärft. Der hohe Abschluss soll helfen, Mitarbeiter zu halten und auch neue zu finden, so die Sozialpartner in einer Aussendung am Donnerstag. Außerdem wolle man mit dem KV-Abschluss „ein bewusstes und starkes Signal für die Beschäftigten setzen und ihnen für ihren Einsatz während der Corona-Zeit danken“. Zudem sollen einige Änderungen im Rahmenrecht helfen, den Beruf attraktiver zu machen. „Wir hoffen, damit das Potenzial bei Umsteigewilligen besser nützen und auch vermehrt junge Leute ansprechen zu können, um sie für den Beruf des Lkw-Lenkers zu gewinnen“, sagte WKÖ-Vertreter Günther Reder.

Nach den KV-Abschlüssen bei den Metallern und den Lkw-Fahrern rücken die Kollektivvertragsverhandlungen im Handel in den Fokus. So begann gestern die dritte Runde um die Gehälter von rund 415.000 Angestellten und 15.000 Lehrlingen im Einzel-, Groß- und Kfz-Handel. Für die Die gewerkschaftliche Chefverhandlerin Anita Palkovich von der GPA geht darum, „große Ungerechtigkeiten“ zu beenden. Die Arbeitnehmervertreter ihrerseits wollen zuerst über das Rahmenrecht verhandeln und dann erst über die Gehälter und sehen „wenig Spielraum für kräftige Gehaltserhöhungen“. Zu Redaktionsschluss gab es noch kein Ergebnis der Verhandlungen.

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