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Es ist nicht wurscht, was in der Wurst ist

Was genau steckt in unseren AMA-Gütesiegel-Wurstspezialitäten? Heimisches Fleisch und beste Qualität.

Woher stammt das Fleisch in Ihrer Lieblingswurst? Achten Sie auf das AMA-Gütesiegel.
© AMA

Teil 2: Alles unter Kontrolle

Für Wurstliebhaber ist in erster Linie der Geschmack entscheidend. Wenn Sie vor dem Kauf aber nicht nur probieren, sondern auch noch ein Auge auf das AMA-Gütesiegel werfen, können Sie sicher sein, beste Qualität aus Österreich zu kaufen.

Als Basis für die Produkte gelten die Herstellungsrichtlinien des Österreichischen Lebensmittelbuches. Die Anforderungen beim AMA-Gütesiegel gehen über die gesetzlich geforderten hinaus.

Zu den Vorschriften des AMA-Gütesiegels gehört auch eine Definition jener Stoffe, die nicht in den Fleischerzeugnissen enthalten sein dürfen. Dass keine gesundheitlich bedenklichen Stoffe verwendet werden dürfen, versteht sich von selbst. Aber auch „Schummler“ haben beim AMA-Gütesiegel keine Chance. So dürfen etwa keine „Verdickungsmittel“ und „Quellstoffe“ in der Wurst landen. Diese sind zwar gesundheitlich völlig unbedenklich, meist handelt es sich um Mehl oder Stärke. Aber sie dienen nur dazu, das wertvolle Fleisch zu „strecken“. Und wer für Käsekrai­ner bezahlt, will keine „mit modifizierter Stärke gefüllte Wursthaut“ kaufen. Apropos Käse: Auch dieser muss in AMA-Gütesiegelprodukten echter heimischer Käse sein. Das heißt, Lebensmittelimitate wie Analogkäse, der aus Wasser, Milcheiweiß und Pflanzenfett besteht, müssen draußen bleiben.

AMA-zertifizierte Wurstwaren enthalten ausschließlich österreichisches Qualitätsfleisch.
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Gesicherte Herkunft

Beim Kauf von Schnitzel, Braten und Hühnerhaxerl achtet ein großer Teil der Konsumenten genau auf die Herkunft. Aber bei Schinken, Wurst und Speck ist das Bewusstsein für die regionale Herkunft noch nicht ganz so ausgeprägt.

Ein Grund könnte sein, dass man in so etwas typisch Österreichischem wie einer Extrawurst einfach kein Fleisch aus dem Ausland vermuten würde. Doch das kommt trotzdem vor, denn Schwein, Rind und Huhn aus unseren Nachbarländern sind oftmals deutlich günstiger als die österreichischen Produkte.

Für alle, die die heimische Fleischqualität zu schätzen wissen und unsere Bauern unterstützen möchten, bedeutet das: Mit offenen Augen einkaufen! Eindeutiger Garant für die österreichische Herkunft ist das AMA-Gütesiegel. Verwechslungsgefahr birgt hingegen die ovale, weiße Identitätskennzeichnung. Das „AT“ besagt hier lediglich, dass das Produkt von einem österreichischen Betrieb in Verkehr gebracht wurde und gibt keinerlei Auskunft darüber, woher die Zutaten stammen.

Die Wurstverkäuferin kann Ihnen genau sagen, welche Köstlichkeiten das AMA-Gütesiegel tragen.
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Ganz anders das AMA-Gütesiegel: Es macht Wurst und andere verarbeitete Fleischprodukte gut nachvollziehbar. Diese dürfen das rot-weiß-rote Gütesiegel nur dann tragen, wenn die tierischen Rohstoffe aus AMA-Gütesiegel-Landwirtschaften stammen.

Sowohl die Landwirte als auch die Fleischer, Wurstverarbeiter und Supermärkte, die Teil des AMA-Gütesiegel-Programms sind, werden regelmäßig genau kontrolliert. Besonders wichtig: die lückenlose Rückverfolgbarkeit. Ein System, das funktioniert: Durch das AMA-Gütesiegel kann man die Würstel aus dem Supermarkt bis zum Schweinestall zurückverfolgen. Denn: Es ist nicht wurscht, was in der Wurst ist.

Infos: www.amainfo.at

Zahlen, Daten, Fakten rund um die AMA-Kontrollen

Ca. 37.500 Tonnen AMA-Gütesiegel-Fleischerzeugnisse wurden 2020 hergestellt.

Ca. 35 % Marktanteil im Lebensmittelhandel haben die AMA-Gütesiegel-Fleischerzeugnisse.

Ca. 3.000 AMA-Kontrollen im Schlacht- und Zerlegebetrieb sowie im Lebensmittelhandel jährlich.

472 Produktanalysen fanden 2020 statt.

Strengste Kontrollen sichern die Fleischqualität ab.
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Nachgefragt beim Experten: Unsere Landwirte unterstützen

Wie wirkt sich die Weltwirtschaft aktuell auf die Schweinebauern aus?

Hannes Kaufmann: Ein großes Problem ist, dass China, angestoßen von der Afrikanischen Schweinepest und der Coronakrise, die landeseigene Schweineproduktion massiv ausgebaut hat. Nun müssen sich unter anderem Spanien, Holland und Deutschland, die sehr viel nach Asien exportiert haben, andere Absatzmärkte suchen und drängen mit günstigem Schweinefleisch auf den österreichischen Markt.

Hannes Kaufmann, Fleischhof Raabtal.
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Warum ist das Schweinefleisch aus anderen europäischen Ländern günstiger?

Kaufmann: Die bäuerlichen Betriebe in Österreich sind viel kleiner strukturiert, die Umwelt- und Tierschutzauflagen sind sehr hoch. In Deutschland hat der durchschnittliche Schweinemäster 3.500 Tiere, in Österreich nur 350.

Was kann ich als Konsument tun, um die österreichischen Bauern zu unterstützen?

Kaufmann: Unbedingt auf das AMA-Gütesiegel achten! Damit muss man als Konsument nicht das Kleingedruckte lesen, sondern hat eine perfekte Orientierungshilfe.


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