Shiffrin und Vlhova fehlen in Lech: „Es kann alles passieren“

Auch weil die Skistars Mikaela Shiffrin und Petra Vlhova den Parallel-Bewerb am Samstag in Lech/Zürs auslassen, ist der Weg frei für andere.

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Qualifikation am Vormittag, Entscheidung bei Flutlicht am Abend – wie schon im Vorjahr in Lech/Zürs.
© gepa

Von Sabine Hochschwarzer

Innsbruck – Die Superstars verzichten. Sowohl Mikaela Shiffrin als auch Vorjahressiegerin Petra Vhlova starten nicht beim ersten und einzigen Parallelrennen dieser Saison am Samstag (Qualifikation 10 Uhr) in Lech/Zürs. Die US-amerikanische Sölden-Siegerin trainiert wegen Rückenproblemen in Colorado, die slowakische Vorjahressiegerin bereits im Norden – für die Slalom-Rennen kommende Woche in Levi (FIN).

Damit fehlt prominente Konkurrenz auf den 365 Metern des „Flexenrace“. Ein Umstand, der für die Tirolerin Chiara Mair, Sechste im WM-Slalom 2021, allerdings nichts ändert: „Ich habe gar nicht gewusst, dass die beiden nicht starten, und es spielt für mich auch keine Rolle. Ich muss gut fahren, da ist egal, wer sonst noch am Start steht.“

Die Vorfreude der 25-jährigen Götznerin, die bei fünf Top-Neun-Plätzen im Slalom hält, ist jedenfalls groß. Sie freue sich riesig auf ihre Parallel-Premiere in Lech/Zürs – mit neuem Material und auch Kopfsponsor: „Noch dazu ist es ein Heimrennen.“ Das Training sei zuletzt super gelaufen, sie fühle sich wohl und sei gut drauf. Mair selbstbewusst: „Von einem konkreten Ziel will ich nicht reden, es kann alles passieren.“

Ich habe gar nicht gewusst, dass die beiden nicht starten, und es spielt für mich auch keine Rolle. Ich muss gut fahren, da ist egal, wer sonst noch am Start steht.
Chiara Mair, ÖSV-Rennläuferin

Mit etwas mehr Parallelerfahrung übersiedeln indes heute die weiteren Tirolerinnen Stephanie Brunner und Franziska Gritsch von Hippach, dem Trainingsstützpunkt der letzten Woche, auf den Arlberg. Beide hatten schon in Sölden die Saison eröffnet (Brunner Halbzeit-Dritte, dann 17./Gritsch 57.) und beide beeindruckten bereits auf den Doppelkursen. Die Zillertalerin war bei der WM 14. und hat bereits einen sechsten Rang von St. Moritz 2018 stehen. Die Ötztalerin Gritsch hatte im Jahr darauf in St. Moritz als Dritte ihren ersten Podestplatz überhaupt gefeiert, war bei der WM Sechste gewesen und in Lech/Zürs im Vorjahr 14.

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Nicht nur weil die Parallel-Asse der letzten Jahre, Vlhova und Shiffrin, fehlen, scheint der Weg frei für andere: Bei der WM in Cortina hatte Katharina Liensberger (zeitgleich mit Marta Bassino/ITA) Gold gewonnen und in Sestriere 2020 Elisa Mörzinger (als Zweite hinter Clara Diez/FRA) ihre Chance genutzt. Gleich neun Österreicherinnen stehen am Start, im Gegensatz zu anderen Nationen heben die ÖSV-Slalom-Damen erst am Sonntag Richtung Kittilä ab, um dann Mitte der Woche nach Levi (FIN) zu übersiedeln.

Übrigens: Boxtraining mussten die ÖSV-Damen nicht absolvieren. Im Gegensatz zu den Parallel-Slaloms (oder City-Events), bei denen die Tore mit beiden Händen vor dem Körper weggedrückt werden, wird diese Technik bei parallelen Riesentorläufen nicht angewandt. Mair grinst: „Wer das im RTL macht, ist lebensmüde. Um die Tore herum bin ich eindeutig schneller.“


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