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Die Pflege-Schraube will gedreht werden

Tirol möchte sich als Pilotregion für Pflegelehre in Szene setzen, die Liste Fritz Gesundheitslandesrätin Leja in die Pflicht nehmen. Und der Landtag soll Druck machen.

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Pflege-Protest an den Tirol Kliniken diese Woche. Der Bund hat Reformen versprochen, ist aber säumig.
© Böhm

Innsbruck – Es sind gleich mehrere Pflege-Initiativen, welche in der November-Sitzung des Landtags in der kommenden Woche aufschlagen werden. Ist doch der Pflege-Notstand in den vergangenen Wochen wieder verstärkt der Öffentlichkeit ins Bewusstsein gerückt. Etwa durch Proteste von Pflegepersonal – zuletzt österreichweit am vergangenen Mittwoch. Aber auch die Konferenz der Gesundheitslandesräte am Donnerstag kam neben Corona am Pflege-Thema nicht vorbei, die TT berichtete. Aufhorchen ließen zum Abschluss des Treffens die zuständigen Amtsträgerinnen aus Tirol (Annette Leja) und Vorarlberg (Martina Rüscher). Beide stellten klar, dass die Westachse Pilotregionen für eine drei- bzw. vierjährige Lehrausbildung zur Pflegeassistenz oder Pflegefachassistenz aufbauen will. Auch derart soll dem Pflegenotstand entgegengetreten werden. Freilich: Ohne dass der Bund hierfür den rechtlichen Rahmen schafft, wird auch das nicht funktionieren. Insofern müsse Wien aktiv werden, heißt es.


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