„Die Kaiserstraße über die Alpen“: Wissen zur Via Claudia für Tiroler Schüler

Für die Schulen entlang der alten Römerstraße gibt es 5000 Broschüren für den Unterricht.

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Die beiden Archäologen Katja Tinkhauser und Lukas Gundolf haben eine bunte, informative Broschüre zur Via Claudia entwickelt.
© Paschinger

Von Alexander Paschinger

Imst – Schon einmal etwas von den Rätern gehört? Das war die Bevölkerung auch in den Tiroler Tälern, kurz bevor die Römer im Jahr 15 v. Chr. die Alpen eroberten. „Die Räter nennt man oft auch das unbekannte Volk“, sagt der Obmann der Via Claudia, Walter Stefan. Und genau aus diesem Grund hat der Verein nun in Zusammenarbeit mit den beiden Archäologen Katja Tinkhauser und Lukas Gundolf eine Broschüre für die sechste Schulstufe verfasst: „Die Kaiserstraße über die Alpen“ mit dem Untertitel „Auf den Spuren der Römer durch das Land der Räter“. Vergangene Woche wurden die ersten Exemplare an der Sportmittelschule Imst übergeben. 5000 Hefte wurden im Rahmen eines Interreg-Projektes gedruckt.

Die Broschüre gibt den Schülern einen kindgerechten und bunten Überblick zur Archäologie, die auch entlang der Via Claudia stattfindet. Dazu erhalten sie einen Einblick in das Leben und die Kultur der Räter, die schon ein Alphabet verwendeten. Auch auf ihre Religion wird eingegangen. Es folgt der Konflikt mit den Römern und der Ausbau der Via Claudia Augusta, der einzigen Straße über die Alpen, die nach einem Kaiser (Claudius) benannt wurde. Im Weiteren wird das römische Leben in den Alpen nach neuesten Erkenntnissen beschrieben.

Eingebunden sind auch die Inhalte der Museen entlang der Via Claudia, angefangen vom Grünen Haus und der Burgenwelt Ehrenberg in Reutte über die Knappenwelt Gurgltal und das Imster Museum im Ballhaus, das Schloss Landeck und das Museum Fließ, Altfinstermünz bis hin zum Vuseum, dem Vintschger Museum.

Die Broschüren sollten nicht nur im Unterricht eingesetzt werden, sondern auch Anregungen zu Exkursionen geben. Außerdem bieten die beiden Archäologen auch an, im Rahmen des Unterrichts an Schulen zu kommen und dabei auch echte Fundstücke mitzubringen.

An der Imster Sportmittelschule wird das Angebot freudig angenommen. „Endlich wird auch die lokale Geschichte so richtig lebendig“, brennt etwa Lehrer Jürgen Kiechl. Auch Direktor Helmut Knabl ist begeistert.


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