Fiakerpferd am Stephansplatz zusammengebrochen

Für ihren Besitzer ist die Stute „Ayana“ ein „Coronaopfer“, da sie durch die fehlenden Touristen unter Bewegungsmangel leidet. Der Verein gegen Tierfabriken ist anderer Ansicht und fordert ein Verbot.

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Die Stute kollabierte am Stephansplatz. Der VGT fordert ein Fiaker-Verbot.
© Verein gegen Tierfabriken

Wien – Ein Fiakerpferd ist am Montag am Wiener Stephansplatz plötzlich zusammengebrochen. Laut dem Besitzer, „Fiakerbaron“ Wolfgang Fasching, erlitt das Pferd einen Kreuzschlag und befand sich am Nachmittag bereits wieder am Weg der Besserung. Für Fasching ist die Stute „Ayana“ ein „Coronaopfer“, da sie durch die fehlenden Touristen unter Bewegungsmangel leidet.

Dank einer zufällig vorbeikommenden – kurz vor ihrem Uni-Abschluss stehenden – VetMed-Studentin konnte umgehend eine fachgerechte Erstversorgung vorgenommen werden. Das Tier wurde dann laut dem „Verein gegen Tierfabriken“ (VGT) von der Tierrettung mit einem Kran hochgezogen und abtransportiert. „Die Stute ‚Ayana‘ wurde sofort auf die Veterinärmedizinische Universität gebracht und befindet sich auf dem Weg der Besserung“, ließ der Besitzer wissen.

„Meine Pferde sind ohne die Touristen und Wien-Besucher einfach unterbeschäftigt. Obwohl die Tiere trotzdem in Bewegung gehalten werden, fehlt ihnen doch der gewohnte Einsatz als Fiaker-Pferde und dadurch kann es zu so tragischen Vorfällen kommen“, sagte Fasching.

VGT fordert Verbot

Der VGT zeigte sich in einer Aussendung „bestürzt über den bereits dritten Vorfall dieser Art in diesem Jahr“: „Ein weiterer, würdeloser Unfall, inmitten von Autos, Asphalt und Abgasen. Wie viele Pferde müssen noch mitten in der Stadt zusammen brechen, bis der zuständige Tierschutzstadtrat Jürgen Czernohorszky von der SPÖ endlich handelt? Dieses Wegschieben der Verantwortung muss ein Ende haben, es geht hier um Leib und Leben dieser Tiere“, hieß es. Der VGT forderte ein Verbot der Fiaker für ganz Österreich. (APA)

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