210 Millionen Euro für „Haus der Physik“ am Campus Technik West

Der Uni-Neubau soll den Wissenschaftsstandort Tirol stärken. Geplant ist zudem ein Technologiezentrum.

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Am Campus Technik West wird der Physik-Neubau 2028 bezugsfertig sein. Die Uni setzt dort auf die Forschungsbereiche Astro- und Teilchenphysik, Ionen- und Angewandte Physik sowie Quantenphysik.
© Falk

Innsbruck – Nach mehrmaligen Rückschlägen für das Wunschprojekt „Haus der Physik“ – die TT berichtete – war die Freude von Uni und Politik über den Planungsstart gestern bei der Pressekonferenz umso größer. „Mit dem Haus der Physik schaffen wir in Innsbruck eine hochmoderne Forschungs- und Arbeitsstätte genau dort, wo sie notwendig ist“, so Wissenschaftsminister Heinz Faßmann, der von Wien zugeschaltet war. Dem schloss sich Unirektor Tilmann Märk an: „Heute ist ein ganz besonderer Tag für die Universität Innsbruck und den Wissenschaftsstandort Tirol.“ Und LH Günther Platter ergänzte: „Mit der neuen Infrastruktur können wir den hochqualifizierten Kräften nun eine Perspektive geben.“ Für Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi geht sogar „ein Traum in Erfüllung“. Innsbrucks Studierende kommen laut Willi zu 43 Prozent aus dem Ausland, „in der Physik sind es zwei Drittel. Man weiß, dass wir hier auf Weltniveau sind.“Nach „jahrelangen intensiven Verhandlungen“ (Faßmann) investiert der Bund 210 Millionen Euro in den Neubau am Campus Technik West, das Land Tirol schießt drei Millionen an Planungskosten zu.

Das Gebäude mit einer Nutzfläche von 15.000 Quadratmetern wird im Eigentum der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) stehen, die den Bau an die Uni weitervermietet. Der EU-weit ausgeschriebene Architektenwettbewerb läuft laut BIG-Geschäftsführer Hans-Peter Weiss „seit Ende Oktober“, im Sommer 2022 soll das Siegerprojekt feststehen. Geplant ist, dass im Wintersemester 2028 die 500 Mitarbeiter und 850 Studenten einziehen. Damit wird im Viktor-Franz-Hess-Haus Platz frei, wo die Physik bisher großteils beheimatet war. Die Nachnutzung steht fest: Das Gebäude wird laut Märk zum „Haus der Biologie“, aber auch Mathematik und Informatik sollen profitieren.

Mit dem Neubau kommt als Nachbargebäude auch das „Technologiezentrum“ wieder ins Rennen, das forschungs- und universitätsnahe Unternehmen beherbergen soll. „Das Zentrum ist Teil des Architektenwettbewerbs, aber ohne Verpflichtung zur Umsetzung“, sagt Weiss. Die Kosten: 18 bis 19 Millionen Euro.

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