US-Behörde: Wärmster je gemessener Oktober in nördlicher Hemisphäre

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Klimaschutz-Aktivisten fordern einen deutlich stärkeren politischen Einsatz gegen die Erderwärmung.
© Stefan Boness/Ipon via www.imago-images.de

Washington – Der vergangene Monat war nach Messungen der US-Klimabehörde NOAA auf der nördlichen Erdhalbkugel der wärmste Oktober seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880. Die Durchschnittstemperatur über den Landflächen der nördlichen Hemisphäre hätten die des Oktobers 2019 – des bisherigen Rekordhalters – um 0,11 Grad Celsius überschritten, teilte die NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) am Montag mit.

Weltweit sei es der viertwärmste Oktober seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen, hieß es von der NOAA. Die Durchschnittstemperatur über Land- und Ozeanflächen habe um 0,89 Grad Celsius über dem Durchschnittswert des 20. Jahrhunderts von 14 Grad gelegen. Nur 2015, 2018 und 2019 waren die Oktober weltweit noch wärmer.

Die Wahrscheinlichkeit, dass 2021 zu den zehn wärmsten Jahren seit Beginn der Aufzeichnungen gehören werde, liege schon jetzt bei mehr als 99 Prozent, hieß es weiter von der NOAA. Ende Oktober hatte bereits die Weltwetterorganisation WMO mitgeteilt, dass das Jahr 2021 vorläufigen Messungen zufolge wohl nicht ganz so heiß wie die vergangenen drei Jahre war, sich aber am langjährigen Trend deutlicher Erwärmung nichts geändert habe. 2021 werde zu den sieben wärmsten Jahren der jüngeren Geschichte gehören – alle seit 2015. (APA/dpa)


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