Mit Teamchef Foda ins WM-Play-off: „Es geht ja letztendlich um den ÖFB"

Seit Montagabend steht fest, dass Franco Foda die ÖFB-Elf ins WM-Play-off führen wird. Bei der Auslosung am 26. November in Zürich drohen Kaliber wie Europameister Italien oder Portugal. Der Teamchef gibt sich dennoch zuversichtlich und hofft auf fitte Fürungsspieler: „Dann sind wir absolut in der Lage, uns noch für die WM zu qualifizieren."

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Franco Foda bleibt beim ÖFB im Teamchef-Sattel.
© GEPA pictures/ Matic Klansek

Klagenfurt – Vier Monate vor den Entscheidungsspielen herrscht Klarheit darüber, wer Österreichs Nationalteam über das Play-off doch noch zur WM nach Katar führen soll. Franco Foda erhielt rund um das letzte Länderspiel des Jahres gegen die Republik Moldau (4:1) von der neuen ÖFB-Führung um Präsident Gerhard Milletich das Vertrauen ausgesprochen. Der Deutsche glaubt daran, mit seinem Team im März möglicherweise auch größere Gegner ausschalten zu können.

Die Teamchef-Diskussionen der vergangenen Wochen seien für ihn kein großes Problem gewesen, betonte Foda. „Generell ist Klarheit im Fußball aber immer wichtig", meinte der 55-Jährige. „Weil es geht nicht nur um den Trainer, sondern auch um das Innenleben einer Mannschaft." Für dieses sei Ruhe immer gut.

Es sei nicht im Vorfeld abgesprochen gewesen, dass er bei zwei Siegen zum Abschluss der WM-Qualifikation im Amt bleibe, sagte Foda. Insofern freute er sich über die Bestätigung, die Milletich am Montagabend nach dem Moldau-Spiel öffentlich machte. „Ich bin gern Nationaltrainer, die Arbeit macht mir riesigen Spaß", erklärte Foda. „Ich arbeite sehr, sehr gerne mit den Spielern zusammen, wir haben ein gutes Team. Von dem einen oder anderen wurde das ja oft anders interpretiert."

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Foda ist seit November 2017 im Amt. Sein Vertrag läuft bis zum Play-off und würde sich bei einer WM-Teilnahme bis nach dem Turnier Ende 2022 in Katar verlängern. Auf ein Statement der Mannschaft, mit ihm weitermachen zu wollen, wollte er das abschließende Länderspiel-Doppel in Klagenfurt mit Siegen gegen Israel (4:2) und Moldau aber nicht reduziert wissen. „Warum sollte sie für oder gegen einen Trainer spielen? Es geht ja letztendlich um den ÖFB. Wir wollen alle erfolgreich sein."

🏆 Weltmeisterschaft in Katar 2022

  • Fix qualifizierte Teams (32 Startplätze/11 vergeben): Katar (Gastgeber), Dänemark, Deutschland, Brasilien, Frankreich, Belgien, Kroatien, Serbien, Spanien, Schweiz, England
  • Fix im Europa-Play-off (12 Teilnehmer/3 Tickets): Österreich, Schottland, Russland, Nordmazedonien, Portugal, Schweden, Polen, Italien, Wales, Tschechien

Im Idealfall auch im Play-off, in dem man im Halbfinale am 24./25. März zuerst auswärts antreten muss. Bei der Auslosung am 26. November in Zürich drohen Kaliber wie Europameister Italien oder Portugal. „Wir wissen, dass dort schwierige Gegner auf uns warten, keine Frage", sagte Foda. Hoffentlich seien im März aber – im Gegensatz zum Herbst – alle ÖFB-Spieler topfit und im Spielrhythmus. „Dann sind wir absolut in der Lage, uns noch für die WM zu qualifizieren."

Wunschkontrahenten hat Foda nicht. „In den Play-off-Spielen gibt es keine leichten Gegner mehr, da sind alle irgendwo auf Augenhöhe." Ein oder zwei Mannschaften seien möglicherweise "etwas besser positioniert". Man habe aber genügend Zeit, sich mit dem Widersacher zu beschäftigen. Auch die möglichen zweiten Hürden kennt man am 26. November bereits. Foda: „Es ist sicher kein Nachteil, weil man über den nächsten Gegner wirklich sehr ins Detail gehen kann, wo Stärken und Schwächen liegen."

Hoffnung schöpft der Teamchef aus der EM. Da sei man im Auftaktspiel gegen Nordmazedonien (3:1) „auf den Punkt da" gewesen. Das soll Ende März wieder passieren. „Wir wissen ja, in einem Spiel ist immer alles möglich." Auch das habe die Europameisterschaft im Sommer gezeigt. „Mit etwas Glück hätten wir auch gegen Italien gewinnen können." Das Achtelfinale ging nach Verlängerung aber 1:2 verloren. Möglicherweise gibt es im März eine Chance zur Revanche ... (APA, TT.com)


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