Aus Frust 51 Autos in Innsbruck teils schwer beschädigt

Der 43-Jährige soll in den vergangenen Wochen Dutzende geparkte Autos beschädigt haben. Er zeigte sich teilweise geständig. Als Motiv gab er private Probleme an.

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Innsbruck – Allgemeiner Frust und ein vorangegangener Streit: Das waren offenbar die Auslöser für eine umfangreiche Serie von Sachbeschädigungen in Innsbruck. Jetzt konnte die Kripo den Fall klären und einen Verdächtigen ausforschen. Der Einheimische hat die Vandalenakte zum Teil gestanden. Die Ermittlungen sind allerdings noch nicht abgeschlossen.

Begonnen hat die Serie am 2. November: Zwischen 19 und 20 Uhr wurden in der Wörndlestraße und Umgebung (Stadtteil Reichenau) 37 geparkte Autos beschädigt. Der zunächst unbekannte Täter verwendete einen spitzen Gegenstand, mit dem er den Lack teils auf der gesamten Fahrzeuglänge zerkratzte. Noch schlimmer waren die Löcher, die er bei manchen Autos ins Blech bohrte. „Der Gesamtschaden liegt über 100.000 Euro“, sagt Christoph Kirchmair, Chef der Innsbrucker Kriminalpolizei. Doch das war erst der Anfang. In der Folge meldeten weitere 14 Besitzer teils massive Lackbeschädigungen an ihren Fahrzeugen. Die Autos waren in Wilten, die meisten in der Maximilianstraße, abgestellt.

Vor einer Woche kam es zu weiteren Vandalenakten. Gegen 18.20 wurden in der Innerkoflerstraße sieben Autos beschädigt, eine Stunde später zwölf weitere in der Fennerstraße. Zu diesem Zeitpunkt liefen die Nachforschungen der Polizei bereits auf Hochtouren: „Wir hatten Hinweise von Zeugen erhalten“, erzählt Kirchmair. Mit diesem Ermittlungsansatz konnten die Kripo-Beamten gemeinsam mit den Kollegen der Inspektionen Pradl und Innere Stadt einen Verdächtigen ausforschen. Der 43-jährige Innsbrucker sei bereits einschlägig amtsbekannt gewesen. So konnte der Mann rasch ausgeforscht werden.

Der Innsbrucker hat bei den Einvernahmen bereits ein Geständnis abgelegt. Die 51 Sachbeschädigungen in der Wörndlestraße und Maximilianstraße hat der Beschuldigte bereits zugegeben. Die Vandalenakte in der Innerkofler- und Fennerstraße hingegen nicht. „Da wird noch überprüft, ob diese Straftaten auch dem Verdächtigen zuzuordnen sind“, so der Kripo-Chef. Der Innsbrucker wurde in die Justizanstalt gebracht.

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Mit einer weiteren Serie – fünf Fahrschulautos wurden schwer beschädigt – dürfte der 43-Jährige allerdings nichts zu tun haben.


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