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Schmerzen bei der Arbeit? Fehlbelastungen am Arbeitsplatz können zu ernsten Erkrankungen führen.

Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE) sind Europas häufigstes arbeitsbedingtes Gesundheitsproblem. Sie entstehen durch Fehlbelastungen am Arbeitsplatz. Die AUVA leistet Aufklärung und wirkt dem Erkranken am Arbeitsplatz entgegen.

Rückenschmerzen sind die häufigste arbeitsbedingte Erkrankung.
© adobe.stock.com/Alliance

In Österreich waren Muskel-Skelett-Erkrankungen im Jahr 2020 für 13,4 Prozent aller Krankenstandsfälle verantwortlich. Es sind Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates, also zum Beispiel von Wirbelsäule und Gelenken, Muskeln, Sehnen oder Bändern. Arbeitsbedingte Muskel-Skelett-Erkrankungen treten in unterschiedlichsten Berufen auf und betreffen Millionen Arbeitnehmer:innen. Die häufigsten arbeitsbedingten MSE sind Rückenschmerzen sowie Schmerzen im Bereich von Nacken, Schultern und Armen. Zu ihrer Entstehung können physische, organisatorische, psychosoziale und individuelle Faktoren beitragen.

Risiken: Zu schwer Tragen, zu lange Stehen.

Einer der häufigsten Risikofaktoren für Muskel-Skelett-Erkrankungen ist das Heben oder Bewegen schwerer Lasten. Besonders gefährdet sind Beschäftigte am Bau, im Lager, bei der Paketzustellung und in der Pflege. Ebenso belastend für den Bewegungsapparat sind langes Stehen oder Sitzen, z. B. im Verkauf, am Fließband, an Computerarbeitsplätzen oder bei LKW-Fahrten. Auch wiederholte Hand- oder Armbewegungen und Vibrationen, etwa durch das Bedienen von Maschinen, sowie Arbeiten in ermüdenden oder schmerzhaften Positionen, etwa beim Fliesenlegen, können Beschwerden verursachen.

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Pflegebedienstete spüren häufig hohe Belastungen durch körperliche oder psychosoziale Faktoren.

Pflegebedienstete spüren häufig hohe Belastungen durch körperliche oder psychosoziale Faktoren.

© Felix Russell-Saw

Belastungen durch Hand-Arm-Vibrationen entstehen beim Gebrauch von handgeführten Maschinen.

Belastungen durch Hand-Arm-Vibrationen entstehen beim Gebrauch von handgeführten Maschinen.

© Robert Kneschke

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Zu psychosozialen Risikofaktoren zählen hohe Arbeitsanforderungen bei zugleich geringen Handlungs- und Entscheidungsspielräumen, monotone Tätigkeiten und das Verschwimmen der Grenzen von Arbeit und Freizeit.

Prävention hilft Betrieben und Mitarbeitenden

Mit dem aktuellen Präventionsschwerpunkt „Packen wirs an!“ leistet die AUVA einen Beitrag zum Sichtbarmachen und Entgegenwirken der weit verbreiteten Muskel-Skelett-Erkrankungen. Expert:innen aus den unterschiedlichsten Fachbereichen unterstützen Betriebe dabei, Lösungen für die Gestaltung von gesunden Arbeitsplätzen zu entwickeln. Um Risiken von MSE zu reduzieren, gibt es viele Möglichkeiten: So ist es beispielsweise ratsam, Arbeitshöhen anzupassen, Zwangshaltungen zu vermeiden, geeignete Hilfsmittel für das Bewegen von Lasten einzusetzen oder Teamwork anzustreben. Bereitgestellt werden alle Informationen dazu durch eine Reihe von Angeboten in Form von Publikationen, Ergonomie-Tools, Workshops oder Webinaren. Aber nicht nur im Sinne geringerer Ausfallzeiten sollte gehandelt werden: Schließlich profitieren die Beschäftigten selbst durch Wissenszuwachs und Initiativen rund um Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz.

Medizinisches Spitzenniveau

Rund 4,5 Mio. Personen sind bei der AUVA gesetzlich gegen die Folgen von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten versichert. In sieben Unfallkrankenhäusern und vier Rehabilitationszentren werden jährlich rund 380.000 Patient:innen auf medizinischem Spitzenniveau versorgt.

Umfangreiche Informationen zur Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen finden Sie auf

www.auva.at/mse


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