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Bangen um Wintersaison in Tirol: „Die Stimmung ist am Siedepunkt“

Es wird eine Wintersaison geben, wird von allen Seiten betont. Bewahrheitet sich das – wie im letzten Jahr – nicht, bleiben wohl auch viele Lifte dicht.

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Ohne Touristen würden diese Saison wohl auch viele Skigebiete zu bleiben oder nur das Minimum anbieten, sagt Seilbahner Franz Hörl.
© Kristen

Von Anna Haselwanter

Innsbruck – Ischgl hat „aufgrund des sich zuspitzenden Pandemiegeschehens“ sein Eröffnungskonzert abgesagt. Im Vorjahr ist es dabei bekanntlich nicht geblieben, die Lifte standen im Skiort den ganzen Winter still. Einen Totalausfall des Wintertourismus will man heuer freilich unbedingt vermeiden – nicht nur in Ischgl, sondern in ganz Tirol. „Es wird eine Wintersaison samt Skibetrieb geben“, heißt es aus dem Büro des Landeshauptmanns Günther Platter (ÖVP). Die Frage nach einem Ausfall stelle sich nicht, das habe der Landeshauptmann mehrfach betont.

„Wenn sich die Situation so dramatisch entwickelt, wie es aus den Salzburger Spitälern berichtet wird, dann wird uns aber wohl nichts anderes übrig bleiben“, seufzt Wifo-Tourismusexperte Oliver Fritz. Zwar glaubt er nicht, dass in ganz Österreich die Saison ausfallen könnte, regional könnte es aber durchaus dazu kommen. „Stellen Sie sich vor, die Situation entwickelt sich ähnlich wie in Bergamo“, so Fritz, „da brauchen wir wirklich nicht mehr an Urlaub zu denken.“


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