Ischgler „Kitzloch"-Chef will „Kultureinrichtung" Aprés-Ski erhalten

Aprés-Ski sei so „wichtig wie der Opernball" und müsse auch in Corona-Zeiten dringend im Angebot der alpinen Wintersport-Hotspots bleiben, so Bernhard Zangerl.

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© Thomas Böhm

Ischgl – Der Chef des in der Corona-Pandemie auch international bekannt gewordenen Ischgler Aprés-Ski-Lokals „Kitzloch" hat sich für den unbedingten Erhalt der „Kultureinrichtung" Aprés-Ski ausgesprochen. Aprés-Ski sei nämlich so „wichtig wie der Opernball" und müsse auch in Corona-Zeiten dringend im Angebot der alpinen Wintersport-Hotspots bleiben. Als wesentlichen Beitrag zu diesem Erhalt sieht Bernhard Zangerl etwa strenge 2G-Einlasskontrollen, wie er im APA-Gespräch sagte.

Bei Überwindung dieser „Hürde" versprach er seinen Gäste aber ab der „Kitzloch"-Eröffnung am 20. November „ein Erlebnis wie eh und je". Das „Kitzloch" sei noch immer „der perfekte Platz zum Abschalten, mit Freunden etwas zu Trinken oder Menschen aus der ganzen Welt kennenzulernen", hielt Zangerl fest. Aprés-Ski sei wie ein zusätzlicher „Urlaub nach dem Skifahren", fügte er hinzu.

Vom Image des „Ballermanns der Alpen" will sich Zangerl in diesem Zusammenhang nämlich ohnehin distanzieren. „Das sind wir nicht, trinken aus Kübeln und Flatrate-Angebote gibt es bei uns nicht", strich er klar heraus. Man spiele auch keine „primitiven Sauflieder", sondern fokussiere sich auf „bewährte Klassiker wie DJ Ötzi oder Wolfgang Ambros", erklärte der Kitzloch-Betreiber.

Man habe jetzt, da das „Scheinwerferlicht auf Ischgl gerichtet ist", nicht zuletzt auch die Chance das Image von Aprés-Ski wieder aufzupolieren. „Wir wollen die Corona-Regeln ganz genau umsetzen und diesbezüglich zur absoluten Vorzeige-Destination werden", sagte Zangerl. Seine Mitarbeiter würden dazu auch vor Ort zusätzlich von einem Arzt geschult, wo und wie Viren besonders leicht übertragbar sind.

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Bevor aber wirklich alle Scheinwerfer auf Ischgl gerichtet sind, spätestens zur Saisoneröffnung Ende kommender Woche, will es Zangerl ein wenig ruhiger und gemütlicher anlaufen lassen. „Wir sperren eine Woche früher auf, damit wir den Saisonstart vorab schon mit Gästen, Freunden und Lieferanten feiern können", sagte er. Vor dem großen Ansturm danach hat er dann aber dennoch keine Angst. „Wir sind für die breite Bevölkerung da und dafür absolut bereit", erklärte das „Kitzloch"-Mastermind, das auch noch andere Lokale in Ischgl betreibt.

Das „Kitzloch" war zu Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 mitsamt Ischgl international in die Schlagzeilen geraten. Am 7. März war ein Testergebnis des Barkeepers der Aprés-Ski-Bar positiv. Die Mitarbeiter des „Kitzloch" wurden folglich isoliert und das Lokal vorübergehend gesperrt. Die Behörde rief Besucher der Bar auf, sich an die Gesundheitshotline 1450 zu wenden. Am 8. März wurde öffentlich, dass zuvor bekanntgewordene, erkrankte Isländer im „Kitzloch" waren. Am 9. März wurde das Lokal „Kitzloch" schließlich behördlich gesperrt. (APA)


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