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LH Platter: „Wir können nicht jeden Tag neue Regelungen schaffen“

LH Günther Platter (VP) mahnt türkis-grüne Regierung eindringlich, an einem Strang zu ziehen. Streitigkeiten würden niemandem helfen.

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In Tirol gilt ab heute bereits ab zwei Personen Maskenpflicht am Arbeitsplatz. Auch Vorarlberg, Niederösterreich, Burgenland und die Steiermark haben das Tragen einer FFP2-Maske ausgeweitet.
© Thomas Böhm

Innsbruck, Wien – In den nächsten Tagen wird sich politisch alles wieder um weitere Verschärfungen in der sich zuspitzenden Corona-Krise drehen. Schuld daran sind die deutlich ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus und der nachlassende Impfschutz nach der zweiten Impfung. Für Tirol, das gestern 1589 Infektionen verzeichnet hat, gilt bereits ab heute eine FFP2-Maskenpflicht am Arbeitsplatz in Innenräumen, wenn Kontakte mit Arbeitskollegen nicht ausgeschlossen werden können. Also fast überall. Auch Vorarlberg, das Burgenland, die Steiermark und Niederösterreich weiten die Maskenpflicht aus.

Außerdem wird Landeshauptmann Günther Platter (VP) heute im Landtag einen beschleunigten Plan für die dritte Impfung („Booster“) vorlegen. Derzeit sind erst 65 Prozent der über 80-Jährigen in Tirol zum dritten Mal geimpft. Das soll in den nächsten Wochen noch weiter intensiviert werden, aber auch bei den Jüngeren. Das sei der Schlüssel, um eine kritische Auslastung der Intensivstationen zu verhindern, heißt es.

In Tirol stellt sich die Corona-Situation in den Krankenhäusern derzeit noch besser dar als etwa in Salzburg oder Oberösterreich. In Salzburg stehen sie vor einem Kollaps. Nicht so in Tirol. Aufgrund der Belegung der Krankenhäuser seien notwendige Triagemaßnahmen aus Kapazitätsgründen „nach derzeitigem Kenntnisstand derzeit noch unwahrscheinlich“, teilte das Land gestern mit. Die Zahl der Corona-Intensivpatienten war in den vergangenen Tagen zwar auf 39 gestiegen, ein extremer Anstieg war aber nicht zu verzeichnen.


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