Fondssparen in Tirol auf dem Vormarsch

Die Ergebnisse der „Tiroler Bankenstudie 2021“ zeigen Verschiebungen im Bereich der Geldanlagen.

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Hans Unterdorfer, Obmann der Sparte Bank und Versicherung, und Alexander Zeh von Ipsos präsentierten die neue Studie.
© Die Fotografen

Innsbruck – Im Zuge der Corona-Krise haben sich die Erwartungen der Bankkunden in einigen Bereichen deutlich verändert. Das zeigt eine aktuelle Studie, die gestern von Hans Unterdorfer, Obmann der Sparte Bank und Versicherung, und Alexander Zeh vom Marktforschungsunternehmen Ipsos präsentiert wurde.

Spannend ist aus Sicht der Branche, dass sich im Bereich der Geldanlage deutliche Veränderungen abzeichnen. Viele Jahre waren Sparbuch und Bausparvertrag die beliebtesten Anlageformen. Mittlerweile sehen aber 47 % „Betongold“ – also Eigentumswohnung oder Haus – als Favoriten, das Sparbuch nur noch 25 %. Immer mehr nachgefragt würden zudem Fondsspar-Modelle und Investmentpläne – sie würden inzwischen hierzulande bereits von 26 % genutzt. „Im Österreichvergleich sind die Tiroler in diesem Bereich ganz besonders interessiert“, meint Unterdorfer gegenüber der

Deutlich zeigen sich auch im Filialbereich die Folgen von Corona. „Die Kunden haben während der Lockdowns vermehrt zum Online-Banking gegriffen“, sagt Marktforscher Zeh. Und dies werde so bleiben. Mittlerweile können sich 44 % der Tiroler auch eine Bank ohne Filiale vorstellen.

Zudem deutet die Studie darauf hin, dass es unter anderem eine hohe Erwartungshaltung hinsichtlich Innovationsfähigkeit von Geldinstituten gibt. 39 % gehen davon aus, dass es in den kommenden Jahren Neuerungen etwa zu den Themen E-Government und Mobile Payment geben wird. „Das ist für uns Banken ein klarer Anreiz, entsprechende Innovationen voranzutreiben“, sagt Unterdorfer. Das ist für Unterdorfer auch eine Bestätigung dafür, dass digitale Banklösungen in der Bevölkerung angekommen sind und überwiegend positiv wahrgenommen werden. So nutzen 73 % der Tiroler Onlineangebote für die Abwicklung des Zahlungsverkehrs. Je 30 % verwenden die Möglichkeit der elektronischen Unterschrift beziehungsweise der biometrischen Authentifizierung über Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. (hu)

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