Frau in Villach erschlagen: 28-Jähriger gestand die Tat

Der Rumäne wurde in die Justizanstalt Klagenfurt gebracht, eine Entscheidung über eine Untersuchungshaft könnte noch am Mittwoch folgen.

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Die Leiche wurde am Montag vor der Bezirkshauptmannschaft Villach abgelegt.
© GERT EGGENBERGER

Villach – Nachdem am Montag ein 28-jähriger Mann die Leiche einer Frau vor der Bezirkshauptmannschaft in Villach abgelegt hatte, hat dieser gestanden, die 29-Jährige erschlagen zu haben. "Der Hintergrund und die Motivlage müssen noch ermittelt werden", sagte Markus Kitz, der Sprecher der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, am Mittwoch. Der Rumäne wurde in die Justizanstalt Klagenfurt gebracht, eine Entscheidung über eine Untersuchungshaft könnte noch am Mittwoch folgen.

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Nach den Einvernahmen war der 28-Jährige am Dienstagabend in die Justizanstalt Klagenfurt gebracht worden. "Danach sind 48 Stunden Zeit, um über die Verhängung der Untersuchungshaft zu entscheiden", erklärte Kitz. Hinweise auf Mittäter gab es keine: "Wir gehen davon aus, dass der Mann als Alleintäter gehandelt hat." Wie erste Ermittlungen ergeben haben, dürfte der Tat ein Streit vorangegangen sein.

Tatwaffe sichergestellt

Der 28-Jährige war am Montagnachmittag mit dem Auto bei der Bezirkshauptmannschaft vorgefahren und hatte die Leiche der 29 Jahre alten Rumänin vor dem Eingang abgelegt. Passanten hatten den Mann dabei beobachtet, sie alarmierten die Einsatzkräfte. Der Notarzt konnte aber nichts mehr für die Frau tun, die Polizei nahm den 28-Jährigen, der noch am Ort des Geschehens war, fest.

Eine Obduktion ergab, dass die Frau an den Folgen heftiger Gewalteinwirkung gestorben ist, der genaue Todeszeitpunkt stand vorerst nicht fest. Die mutmaßliche Tatwaffe wurde im Gewerbegebiet Villach sichergestellt. Es handelt sich dabei um einen selbst hergestellten Baseballschläger aus Holz.

Zu den Hintergründen gab es vorerst keine Informationen, die Tat könnte in Zusammenhang mit dem Rotlichtmilieu stehen. Die Frau hatte in der Szene gearbeitet, sie und der 28-Jährige hatten an derselben Meldeadresse gewohnt. (APA)


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