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Gut zu wissen: So ist man sichtbar sicherer am Weg

Da nur ein Drittel der Fußgänger gut sichtbar ist, kommt es vor allem im Winter zu vielen Unfällen. Die TT hat mit dem ÖAMTC getestet, wie man erkennbar bleibt.

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Von Manuel Lutz

Innsbruck – Im abgelaufenen Jahr gab es in Österreich 51 tödliche Unfälle von Fußgängern, fast die Hälfte verstarb bei schlechten Sichtverhältnissen – einer bei Dämmerung, zehn bei Dunkelheit und zwölf bei künstlicher Beleuchtung. Von den gesamt 2802 Unfällen mit Fußgängern ereignete sich rund ein Viertel, 72 davon in Tirol, bei schlechten Sichtverhältnissen. Durch den Lockdown ging der Wert sogar zurück.

„Die Wintermonate sind statistisch gesehen die gefährlichsten. Ein Viertel der Kinder und 62 Prozent der über 65-Jährigen sind zu dunkel angezogen. Es ist ein Irrglaube, dass man als Fußgänger gut sichtbar ist, wenn man selbst Autos sieht“, warnt Klaus Robatsch, Bereichsleiter für Verkehrssicherheit vom Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV).

Klaus Robatsch (Kuratorium für Verkehrssicherheit)
Ein Viertel der Kinder und 62 Prozent der über 65-jährigen Personen sind zu dunkel angezogen.

Denn helle Kleidung und Reflektormaterialien können Leben retten. Bei einer KFV-Beobachtung zeigte sich jedoch, dass nur 35 Prozent der Fußgänger gut sichtbar sind. „Fußgänger sind durch solche Maßnahmen bei Abblendlicht aus rund 140 Metern erkennbar. Mit dunkler Kleidung hingegen erst aus einer Distanz von 25 Metern.“ Zu wenig, wenn ein Autofahrer mit 50 km/h unterwegs ist. Denn der Reaktionsweg beträgt 15 Meter und der Bremsweg weitere 25 Meter.


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