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KTM-Chef Kinigadner im TT-Interview: „Es gibt ein Leben nach Rossi“

KTM-Sportmanager Heinz Kinigadner nahm sich Zeit für die TT und sprach über den Abschied von Ikone Valentino Rossi, die Sorge um Superstar Marc Márquez und warum es für die KTM-Zukunft rosig aussehen könnte.

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26 WM-Saisonen, neun Weltmeisterschaften, 115 Siege – Valentino Rossi sagte der MotoGP „Ciao“.
© JOSE JORDAN

Sie klingen weit weg. Wo erreiche ich Sie gerade?

Heinz Kinigadner: Ich bin auf Ibiza.

Das klingt nach viel Sonnen­schein.

Kinigadner: Es regnet gerade. Am Wochenende beim Moto­GP-Saisonfinale in Valencia war es schöner und wärmer. (lacht)

Apropos Saisonfinale – KTM darf sich über den WM-Titel in der Moto2 (Remy Gardner) und in der Moto3 (Pedro Acosta) freue­n. In der höchsten Klasse war Brad Binder als Gesamt-Sechster bester KTM-Pilot. Da lief es nicht ganz nach Wunsch.

Kinigadner: Wir sind mit der MotoGP-Saison nicht ganz super happy, das stimmt. Natürlich hat sich durch das Jahr 2020 (3 Siege, 8 Podestplätze, Anm.) auch die Erwartungshaltung verändert. Miguel (Oliveira, Anm.) ist in Misano am Ende noch gekugelt, sonst wäre vielleicht noch ein Podium mehr möglich gewesen. So sind wir oft zwischen Platz sieben und neun gelegen. Da wollen wir nicht sein. Aber eines muss man natürlich dazusagen: In Valencia beispielsweise war Valentino Rossi mit nur acht Hundertstel Rückstand auf Platz zehn. Wir haben in der MotoGP eine unbeschreibliche Dichte. Darum schlagen sich schon kleine Abstände gleich dramatisch im Ergebnis nieder. Deshalb wäre mir ja fast lieber, wir würden zwei Sekunden Rückstand haben, dann sieht man sofort, woran es hakt. Nein, Scherz beiseite: Viele Kleinigkeiten führen zu einem großen Unterschied.


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