Auch WK-Präsident Walser will Bleiberecht für Okoh

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Innsbruck – „Es spricht so viel dafür, dass Henry Okoh eine Aufenthaltsberechtigung und eine Arbeitserlaubnis erhält“, bringt sich auch der Präsident der Tiroler Wirtschaftskammer, Christoph Walser, in die Diskussion um jenen kürzlich geehrten Asylwerber ein, gegen den ein in zweiter Instanz negativer Asylbescheid besteht. „Er ist seit 7,5 Jahren hier in Tirol, engagiert sich beim Fußballverein, ist arbeitswillig und hat sich mit dieser Auszeichnung als couragierter Mitbürger auch bewiesen“, setzt sich Walser „massiv“ für ein Bleiberecht des Nigerianers ein. Man könne „sich nicht dauernd hinter dem Asylrecht verstecken“, wenn es um solche Menschen geht, die man in der Wirtschaft angesichts des Arbeitskräftemangels gut brauchen könnte.

Wie berichtet, war der 33-jährige Nigerianer am Montag der Vorwoche vom Kuratorium Sicheres Österreich (KSÖ) ausgezeichnet worden, weil er der Exekutive half, eine Straftat aufzuklären: Am 8. Oktober hielt er einen tatverdächtigen Ladendieb bis zum Eintreffen der Polizei fest. Erst im Nachhinein wurde bekannt, dass bereits zuvor sein Asylbescheid in zweiter Instanz negativ ausgefallen war. Seine Wahlfamilie in Mötz bemüht sich nun vor dem Verfassungsgerichtshof um ein humanitäres Bleiberecht. (pascal)

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