Stadtwerke unterstützen Bio-Pellets, neues Silo in Kufstein

Die Firma Biopellets Tirol baute ihr Versorgungslager für Holz-Brennstoffe in Kufstein aus.

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Michael Labek und Stadtwerke-Chef Markus Atzl (r.) berichteten über den Neubau des Silos am Stadtwerke-Areal in der Münchner Straße.
© Hrdina

Kufstein – Mit einem neuen Silo reagieren die Firma biopellets Tirol und die Stadtwerke Kufstein auf die steigende Nachfrage an nachwachsenden Brennstoffen. Seit 2006 spezialisiert sich das Unternehmen von GF Michael Labek auf Forst und Brennstoffe aus Holz, inzwischen werden im Jahr mit Standorten in Tirol und Bayern 10.000 Tonnen Pellets und 4000 Schüttraummeter Hackschnitzel vertrieben. „Wir beliefern in der Region 300 bis 400 Kunden, der Großteil sind Ein- bis Zweifamilienhäuser und Anlagen aus Wohnungseigentumsgemeinschaften“, gibt Labek Einblicke in den Markt. Bei gewerblichen Gebäuden seien die günstigeren Hackschnitzel stärker gefragt.

Mit dem Neubau eines 300-Kubikmeter-Holz-Silos für 500 Tonnen bio-zertifizierte Pellets am Areal der Stadtwerke in der Münchner Straße habe man nun mit den bestehenden beiden 150-Kubikmeter-Silos ein Versorgungslager für nachwachsende Brennstoffe geschaffen, ortet Stadtwerke-GF Markus Atzl beim Mieter keinen Konkurrenten, sondern vielmehr eine Ergänzung am Energiemarkt: „Damit können wir sicherstellen, dass wir die Kufsteiner – und auch andere – mit nachhaltiger, regenerativer Energie versorgen können.“

Holz, Pellets und Hackschnitzel werden einerseits aus dem eigenen Forst in Kufstein und Umgebung gewonnen, andererseits von österreichischen – wie Labek betont – Anbietern zugekauft.

Für jede Lieferung habe man 2020 einen neuen Baum im eigenen Forstgebiet gepflanzt – 2600 Tannen, Fichten, Buchen, Eichen und Kastanien wachsen demnach nun in Thiersee, Kirchbichl und Söll. Dem Attribut „CO2-neutral“ wolle man auch mit Solar-Energie gerecht werden: Die Trocknung der Hölzer am Betrieb am Kufsteiner Thierberg erfolgt mit Strom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage.

Neben dem Brennstoff-Lager soll am Areal nahe des Kufsteiner Bahnhofs auf lange Sicht der städtische Bauhof neu errichtet werden. Bis April 2022 (mit Option auf Verlängerung) sind 9000 Quadratmeter an das Land Tirol vermietet, das dort in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz die Corona-Screeningstraße betreibt. „Hoffentlich“, sagt Atzl, „können wir das Grundstück bald anderweitig vermieten.“ (jazz)


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