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Viele Krebsfälle durch HPV-Impfung vermeidbar, Skepsis in Österreich hoch

Die HPV-Impfung ist hochwirksam. Doch vor allem in Österreich ist die Impfbereitschaft sehr schlecht.

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Schon in jungen Jahren sollte HPV thematisiert werden. Um eine Erstinfektion zu vermeiden, wird eine Impfung im Schulalter empfohlen.
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Von Nicole Strozzi

Innsbruck – Es gibt eine einzige direkte und auch wirksame Impfung gegen Krebs – und zwar jene gegen Gebärmutterhalskrebs, ausgelöst durch eine Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV). Und dennoch ist man noch Jahre von einer gewünschten Durchimpfungsrate von 90 Prozent entfernt.

Vor allem in Österreich ist die Impfbereitschaft „grottenschlecht“, wie Christian Marth, Direktor der Innsbrucker Uniklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe und Präsident der Krebshilfe-Tirol, betont. Die Impfquote liege hierzulande bei 50 Prozent, im Vergleich dazu sind es in Botswana 87 Prozent. „Wir leben in einem Land der Impfskeptiker und erleben das Gleiche wie bei Corona. Es gibt eine Impfung, aber viele gehen nicht hin.“


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