Weltcup-Auftakt in Igls: Flock geht mit Muskelkater an den Start

Flock startet am Freitag angeschlagen in den Weltcup in Igls, Auer und Maier hadern mit Geisterrennen.

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Voll fokussiert: Skeleton-Ass Janine Flock startet am Freitag in Igls als Gesamtweltcup-Titelverteidigerin.
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Von Günther Almberger

Innsbruck – Einen Muskelkater hat jeder schon einmal gehabt – auch Janine Flock. Aber noch nie ist das Tiroler Skeleton-Aushängeschild mit einem in ein Weltcup-Rennen gestartet. Schuld daran ist die Rückenverletzung im Bandscheibenbereich, die sich die Rumerin beim Kraft/Sprint-Training zugezogen hat. „Gott sei Dank sind die Nerven nicht betroffen, wir haben es relativ rasch in Griff bekommen. Nach der notwendigen Pause bin ich wieder ins Training eingestiegen – und habe einen ordentlichen Muskelkater ausgefasst“, schüttelt die amtierende Gesamtweltcup-Siegerin den Kopf.

Die Starts bei den vergangenen Trainingsfahrten waren daher mit angezogener Handbremse. „Ich habe mich nur ganz langsam wieder herangetastet. Zu Beginn habe ich mich nur auf den Schlitten gelegt und bin dann losgefahren. Der Fokus lag daher auf der Linienfindung“, betont Flock. Die Erwartungshaltung ist dementsprechend „bescheiden“. Sie wolle zwar um das Podest mitfahren, aber müsse bei der Vorgeschichte auch realistisch bleiben. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings schon jetzt. Der Weltcup-Auftakt in Igls (ab 10 Uhr) geht aufgrund der Corona-Lage ohne Zuschauer vor Ort über die Bühne. „Sehr bitter, aber wir können es nicht ändern.“

Mit neuem Material in Igls am Start: Florian Auer (r.).
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Mit dem Geisterrennen „hadern“ auch die beiden Tiroler Herren-Starter Florian Auer und Samuel Maier: „Covid hat uns da leider erneut einen Strich durch die Rechnung gemacht“, meint Auer, der trotz Olympia-Saison auf neues Material gewechselt ist: „Manche haben mir davon abgeraten. Aber ich habe die Chance bekommen, von einem deutschen Schlittenbauer ein Modell zu erwerben, diese wollte ich nutzen und bin das Risiko ganz bewusst eingegangen.“ Keine billige Angelegenheit, denn der 27-Jährige hat dafür tief in die Tasche gegriffen. Die Kosten für Schlitten und ein Paar Kufen belaufen sich auf knapp 10.000 Euro. „Jetzt muss ich zeigen, dass ich damit auch schnell fahren kann“, so der Innsbrucker.

Teamkollege Maier, der in der vergangenen Saison bei einem der drei Igls-Weltcups sensationell auf Rang drei raste, erwartet einen schwierigen Auftaktbewerb. „Die Bahnverhältnisse sind alles andere als einfach, daher haben wir keinen wirklichen Heimvorteil. Für uns gilt es deshalb aus der Gewohnheitszone rauszukommen“, erklärt der Rumer. Im Hinterkopf schwebt schon die Olympia-Qualifikation mit: „Das Rennen zu den Spielen nach Peking wird am Freitag eröffnet. Das Starterfeld ist stark, es gilt so schnell wie möglich Quali-Punkte zu sammeln – am besten gleich am Freitag in Igls.“

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Glänzte im Vorjahr mit Rang drei: Samuel Maier.
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