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Bleiben die Schulen offen? Tirol gibt die Hoffnung nicht auf

Salzburg denkt wieder daran, Bildungseinrichtungen zuzusperren – Minister Faßmann hält dagegen. Landesrätin Palfrader will „gelindere Mittel“ ausschöpfen.

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Bildungsminister Heinz Faßmann hat es im Herbst versprochen: Die Schulen werden offen bleiben. Punkt.
© APA

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck – Geht das Land Salzburg mit Montag in den Lockdown, will LH Wilfried Haslauer (VP) auch die Schulen zudrehen. Das wäre freilich genau das Gegenteil dessen, was Bildungsminister Heinz Faßmann noch vor dem Start des heurigen Schuljahres im Herbst allen Schülerinnen und Schülern, aber auch allen Eltern hoch und heilig versprochen hat. Nämlich, dass im Wissen der mannigfaltigen Folgewirkungen, welche bei Kindern und Jugendlichen bereits durch die ersten Wellen des Home-Schoolings seit Pandemiebeginn entstanden sind, es keine weiteren Schulschließungen mehr geben werde. Und so war es denn gestern auch wenig verwunderlich, dass Faßmann den Salzburger Tabubruch ablehnte.

Die massiv steigenden Infektionszahlen im Schulbereich sind auch in Tirol nicht zu leugnen. Laut Bildungsdirektor Paul Gappmaier waren gestern 1820 Schüler (von rund 93.000), 216 Lehrer und 56 Verwaltungsbedienstete positiv getestet. Der Hauptteil im Volksschulbereich. Also dort, wo noch gar nicht geimpft werden kann. Zum Vergleich: Mit Schulstart waren es in Summe nur 30 aktiv Positive. Gappmaier hofft aber, dass die Schulen auch im Falle eines Lockdowns offen gehalten werden.


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