Belarussischer Grenzschutz: Migrantenlager bei Kuznica geräumt

Die Migranten sind mittlerweile in einem Logistikzentrum in der Nähe untergebracht. In der Notunterkunft lagen Erwachsene und Kinder dicht gedrängt auf Matratzen am Boden.

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Die Migranten sind mittlerweile in einem Logistikzentrum in der Nähe untergebracht.
© LEONID SHCHEGLOV

Bialystok, Grodno, Vilnius – Das provisorische Zeltlager von Migranten entlang der belarussisch-polnischen Grenze beim Übergang Kuznica-Brusgi ist nach Angaben des Grenzschutzes in Belarus geräumt worden. Migranten würde auf den Grünstreifen entlang der polnischen Grenzbefestigung nicht mehr vorgelassen, sagte eine Sprecherin der Behörde der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. Die Migranten sind mittlerweile in einem Logistikzentrum in der Nähe untergebracht.

Nachdem in der Notunterkunft am Vortag ein erster Covid-Fall gemeldet worden war, soll dort am Freitag eine Impfstelle den Betrieb aufnehmen. Geplant ist die Verabreichung eines chinesischen Vakzins.

Dicht gedrängt auf Matratzen am Boden

Staatsnahe belarussische Medien veröffentlichten in der Früh erneut Videos aus der Logistikhalle, in der mittlerweile fast alle Menschen untergebracht sind, die zuvor im Wald kampiert hatten. In der Notunterkunft lagen Erwachsene und Kinder dicht gedrängt auf Matratzen am Boden. Vor dem Gebäude wurde demnach Essen ausgeteilt. Weil so viele durchnässte und frierende Menschen dort Zuflucht suchten, war eine zweite Etage bereitgestellt worden.

Die polnische Regierung und die EU werfen dem autoritären belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko vor, gezielt Menschen aus Krisenregionen einfliegen zu lassen, um sie dann in die EU zu schleusen.

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Polens Grenzschutz registrierte am Donnerstag zwei vergebliche Versuche größere Migrantengruppen, die Grenze illegal zu überqueren. Auf der Höhe des Ortes Dubicze Cerkiewne hätten belarussische Lastwagen am Abend Migranten an die Grenze gebracht, sagte eine Sprecherin am Freitag. Die rund 500 Migranten hätten mit Steinen und Ästen geworfen, belarussische Uniformierte hätten die Polen mit Laserstrahlen geblendet. In einem zweiten Fall in der Nähe der Ortschaft Mielnik habe eine Gruppe von 50 Migranten die Grenze überquert, sei aber von den polnischen Sicherheitskräften zurückgewiesen worden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen, da Polen keine Journalisten ins Grenzgebiet lässt. (APA/dpa)


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