Plus

Angst vor Blackout: Riesige Nachfrage nach Funkkursen

Tirol hat 1000 geprüfte Funkamateure. Bei einem totalen Stromausfall oder im Katastrophenfall können sie in vielen Gemeinden Kommunikation ermöglichen.

  • Artikel
  • Diskussion (1)
Funkamateurin Larissa Rentmeister an der Funkstation auf einer Relaisstation in den Bergen.
© Privat

Von Brigitte Warenski

Innsbruck – Am 23. Februar 1999 verschüttet eine Staublawine über 50 Menschen in Galtür, 31 sterben. Mobil- und Festnetz fallen wegen der Überlastung aus. Dank dem damals pensionierten Sprengelarzt und einzigen Funkamateur im Paznauntal Walter Köck (der inzwischen verstorben ist) kann der Kontakt zur Außenwelt gehalten werden. Evakuierungen und die Versorgung der Eingeschlossenen werden über diesen Funkweg organisiert. Noch heute ist Österreichs Funkamateurgemeinde zu Recht stolz darauf, mit ihrem Know-how und ihren Anlagen einen großen Anteil bei der Bewältigung der Naturkatastrophe beigetragen zu haben. „Wir haben gezeigt, dass wir im Krisenfall einige der wenigen Gruppen sind, die Kommunikation zur Verfügung stellen können“, sagt Michael Zwingl, Präsident des Österreichischen Versuchssenderverbands (ÖVSV).


Kommentieren


Schlagworte