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TT-Analyse zur Volkspartei: ÖVP-Landeshauptleute benötigen jetzt Riechsalz

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Peter Nindler

Analyse

Von Peter Nindler

In absehbarer Zeit braucht niemand mehr von den schwarzen Landeshauptleuten den starken politischen Mann spielen. Denn derzeit taumeln sie zwischen Hilflosigkeit und einem immensen Glaubwürdigkeitsproblem. Die mächtigen Länderchefs fühlten sich nämlich mit den Türkisen in den Bundesregierung auf der sicheren Seite. Weil sie in ihren Bundesländern weiterhin voll Stolz die schwarze Joppe tragen konnten. Ob „Steireranzug“ oder Tiroler Trachtenjanker, zuhause in Tirol schwarz und in Wien türkis. Opportunismus wurde so zur politischen Modeschau.

Diese bittere Wahrheit muss auch Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) akzeptieren. Und da geht es gar nicht darum, dass er sich bis zum Schluss gegen einen Lockdown gestemmt hatte. Den wollte schließlich niemand, obwohl Platters steirischer Kollege Schützenhöfer jetzt so tut, als ob er immer der „strenge Hermann“ gewesen wäre. Mitnichten.


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