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Illegales Glücksspiel: Lokal in Innsbruck bei Kontrolle zugesperrt

Bei einer Kontrolle ertappte die Polizei einen Gast beim illegalen Glücksspiel auf seinem Smartphone. Mit unangenehmen Folgen für den Lokalbetreiber.

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Die von der Polizei beschlagnahmten Spielautomaten landeten vielfach in der Haller Schrottpresse.
© Zeitungsfoto.at

Von Thomas Hörmann

Innsbruck – Die Spielhöllen sind aus Innsbruck verschwunden, illegal in Lokalen gespielt wird aber weiterhin. Allerdings nicht mehr auf Automaten im Kühlschrankformat, sondern mehr im Verborgenen. Dennoch gelang es jetzt der Innsbrucker Polizei bei einer Kontrolle, das verbotene Geschäft mit dem Zufall nachzuweisen. Mit unangenehmen Folgen für den Lokalbetreiber: Die Beamten des zuständigen Strafamtes (Landespolizeidirektion) sperrten den Betrieb zu und klebten ein Amtssiegel an die Tür. Der Wirt muss außerdem mit einer Anzeige inklusive Geldstrafe rechnen.

„Spielautomaten gibt es in Innsbruck kaum noch“, sagt Strafamtsleiter Toni Hörhager. Eine Folge der rigiden Kontrollen, die die Polizei seit Jahren in der Landeshauptstadt durchführt. Im Lauf der Zeit beschlagnahmten die Beamten Hunderte Automaten, die größtenteils in einer Haller Schrottpresse landeten. Die Lokale, in denen die verbotenen Geräte aufgestellt waren, wurden von den Behörden so oft zugesperrt, bis die entnervten Betreiber sie nicht mehr aufsperrten. Gespielt wird aber immer noch. Allerdings nicht mehr auf Automaten.


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